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Bundesliga

Rapid lernt aus Transfer-Fehlern und bleibt Tabellenführer

🇦🇹 Von 4AllFootball ·
Rapid lernt aus Transfer-Fehlern und bleibt Tabellenführer

Im Wiener Stadion Hütteldorf hallt das Jubeln nach dem überzeugenden 2:0‑Sieg gegen den Meister LASK, während die roten Fahnen im Wind flattern und die Fans die Hoffnung auf den ersehnten Titel seit 2008 neu entfachen.

Wie vor einem Jahr führt der SK Rapid nach der achten Runde die Admiral Bundesliga an. Der überzeugende 2:0‑Sieg im Schlager gegen den Meister LASK nährte erneut die Hoffnung, die lange Titeldurststrecke zu beenden. Der aktuelle Tabellenführer demonstriert damit, dass die Saison noch lange nicht entschieden ist.

Das war jedoch bereits in der Vorsaison so, der Ausgang war damals bekannt. Damals hatte Rapid ebenfalls nach einem starken Start einen Rückschlag erlitten und die Erwartungen wurden gedämpft. Die Parallelen verdeutlichen, warum die Lehren aus der Vergangenheit jetzt besonders wichtig sind.

Lehren aus den Transfers

„Wir haben unsere Lehren gezogen“, sagte Rapid‑Sportchef Markus Katzer im ORF‑Interview. Die „Learnings“ betreffen Transfers und voreilige Träumereien. Nach dem bitteren Europa‑Cup‑Aus gegen Heart of Midlothian kritisierte Katzer, dass im Vorjahr noch drei Spieler – darunter Tobias Gulliksen – in die Startelf integriert wurden, dies in der aktuellen Saison jedoch nicht geschehen sei. Das Wort „Learning“ wurde dabei mehrfach betont.

Der 46‑jährige Katzer erklärte weiter, dass man jetzt nur wenige Transfers durchgeführt habe, um die Mannschaft zusammenzuhalten. Der Trainer Johannes Hoff Thorup kenne die Spieler, habe ein halbes Jahr Zeit, seine Spielidee zu implementieren, und die Spielfreude sei groß. Diese Kontinuität zeige sich bereits im besseren Zusammenspiel auf dem Platz.

Entwicklung unter Hoff Thorup

Unter dem dänischen Nachfolger Johannes Hoff Thorup hat Rapid sieben Siege, eine Niederlage und damit 21 Punkte gesammelt, während die einzige Niederlage ein 1:5 gegen Salzburg war. Im Vergleich dazu stand Rapid vor einem Jahr unter Peter Stöger nach acht Runden mit fünf Siegen, zwei Unentschieden, einer Niederlage und 17 Punkten, bevor ein Einbruch und die Trennung von Stöger folgten.

Katzer betonte, dass die Lehren aus der Niederlage in Salzburg – insbesondere die defensive Schwäche – nun umgesetzt wurden. Seitdem habe Rapid in allen drei folgenden Ligaspielen zu null gehalten, und die Mannschaft zeige sich fokussiert auf die heimischen Wettbewerbe, während Meister LASK in der Champions League und Red Bull Salzburg sowie Sturm Graz in der Europa‑League kämpfen.

Der Fokus liege nun auf dem Cup und der Meisterschaft. Katzer erklärte, dass internationale Einsätze zwar Erfahrung bringen, aber sehr anstrengend seien und die Verfügbarkeit der Spieler im Vorjahr ein Problem war. Jetzt könne man sich voll auf den Cup und die Titeljagd konzentrieren.

Die Sehnsucht nach dem ersten Titel seit 2008 sei groß, doch um Hütteldorf herum bleibe man ruhig. „Letztes Jahr hat jeder vom Titel gesprochen, das höre ich aktuell nicht mehr“, sagte Katzer mit einem Lächeln. Er betonte, dass sowohl das Umfeld als auch die Fans lernen und dass Träume wahr werden können, wenn man konstant bleibt. (Mathias Mandl, ORF Sport)

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