Bundesliga
Rapid feiert Auswärtssieg, während Sturm Graz im Lavanttal kämpft
Im Stadion der Gugl in Linz feierte das Team aus Hütteldorf nach einem langen internationalen Pausenintervall die achte Bundesliga‑Runde mit ausgelassenem Jubel, weil Rapid dort mit einem 2:0‑Auswärtssieg gegen den amtierenden Doppelmeister LASK die Tabellenführung zurückeroberte.
Erfolge und Abstürze in der Bundesliga
Rapid dominierte das Spiel in Linz: mehr Ballbesitz, mehr Chancen und am Ende zwei Tore. Der 2:0‑Auswärtssieg gegen LASK brachte die am Samstag in Salzburg verlorene Tabellenführung zurück. Damit gilt Rapid nun als ernsthafter Titelkandidat.
Manche Dinge sind in Österreich so sicher wie das Amen im Gebet: der Sommer bringt Baustellen, der Winter eine Debatte über Liftkartenpreise und der Herbst den Einbruch von Rapid. Im Herbst stehen noch acht Ligaspiele an, und ein möglicher Heimsieg gegen Hartberg könnte den Höhenflug beenden. Derzeit wirkt die Mannschaft jedoch gefestigt wie lange nicht mehr.
Der Abstieg des Wolfsberger AC aus dem Lavanttal ist besonders erstaunlich: nach einer 0:3‑Niederlage gegen Altach sitzt das Team am Tabellenende. In weniger als eineinhalb Jahren entwickelte sich der Klub vom Cup‑Sieger 2025 zum Spitzenreiter der Abstiegszone, ohne Insolvenz oder Punktabzug. Trotz Millionen‑Transfererlöse gelang es Trainer Thomas Silberberger nicht, eine schlagkräftige Besetzung zu formen, und er stellte nach dem Spiel die Bundesligatauglichkeit seiner Spieler infrage.
Rapid bestätigt Form in Linz trotz starkem Druck von LASK
Sturm Graz: knappe Offensive und bevorstehende Belastung
Sturm steht derweil vor einem Härtetest, denn die Offensive ist fast vollständig ausgefallen: Kiteishvili, Jatta, Grgic, Mamageishvili, Rozga und Weiper fehlen. Trotzdem sicherte Oumar Diakite, Leihgabe von Stade Reims, mit einem Doppelpack den 2:0‑Sieg gegen Austria. Nach diesem Erfolg liegt die Mannschaft weiterhin im Nacken des Top‑Trios Rapid, Salzburg und LASK.
Diakite benötigte kaum Eingewöhnungszeit: nach vier Einsätzen hat er bereits drei Tore erzielt. Sein Torinstinkt wird im Herbst wie ein tägliches Brot für Sturm nötig sein.
Bis zur nächsten Länderspielpause muss Fabio Ingolitsch acht Spiele in knapp vier Wochen bestreiten. Die Grazer erwarten zudem Begegnungen mit Bournemouth, Olympique Marseille und Salzburg, was die Belastung weiter erhöht.
Die achte Runde zeigt, wie schnell Freude in Hütteldorf aufblühen kann, während im Lavanttal das Absturz‑Gefühl dominiert. Diese Gegensätze verdeutlichen die Spannweite der österreichischen Bundesliga.