Rangnick fordert rasche Entscheidung für neue Wiener Nationalarena

ÖFB‑Teamchef Ralf Rangnick, 68‑jähriger Deutscher, drängt in der ORF‑Fußball‑Sendung „Das Gespräch“ mit Susanne Schnabl erneut auf den Bau einer modernen Event‑Arena in Wien und betont, dass bereits drei bis vier private Investoren bereitstehen. Er kritisierte zudem, dass das Thema derzeit nicht ernsthaft diskutiert werde.
Rangnick bemängelte, dass im Moment keine offene Debatte über ein neues Stadion zugelassen sei. „Im Moment wird es gar nicht zugelassen, dass es darüber diskutiert wird, sondern man kommt mit Argumenten wie beim Ernst‑Happel‑Stadion mit Denkmalschutz oder Grundwasser“, kritisierte Rangnick. Er habe bereits Gespräche mit der Wiener Stadtregierung geführt, ohne dass konkrete Szenarien erörtert wurden.
Investoren und Finanzierung
Laut Rangnick stehen drei bis vier Investoren bereit, die sofort die komplette Arena übernehmen könnten. „Wir haben drei oder vier Investoren an der Hand, die sofort, die übermorgen da wären und diese komplette Arena übernehmen würden. Also das würde das Land Österreich keinen einzigen Euro kosten.“
Trotz der Kritik halte Rangnick das Ernst‑Happel‑Stadion im Wiener Prater für den optimalen Standort. Die gute Verkehrsanbindung, die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln und die kurze Distanz zur Innenstadt seien klare Vorteile. „Von der Lage her, von der Location kann ja kaum etwas besser sein“, sagte er.
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Alternative Standorte und Zeitplan
Gleichzeitig prüfe man weitere Grünflächen in und um Wien, die für eine Arena infrage kämen. „Ich würde mir schon wünschen, wenn es kommt, dass es nicht erst in 15 Jahren passiert, sondern dass ich es vielleicht selber noch erleben darf“, erklärte er.
Für den Deutschen müsse die Herangehensweise grundsätzlich wechseln, indem man zuerst die Möglichkeiten bespreche, bevor man Gründe für ein Scheitern suche. „Wenn es wirklich nur Gewinner gibt in einer Situation, dann kann man doch nicht ständig nach Argumenten suchen, warum es besser ist, wenn man das nicht macht“, betonte Rangnick.
Rangnick betont, dass er brenne für das Vorhaben und das Tempo erhöhen müsse. „Ich kann nicht anders. Wenn ich davon überzeugt bin, dass es eigentlich nur Gründe gibt, die dafür sprechen, dann tue ich mir sehr schwer, mich mit einem Nein abzufinden“, sagte er.