Bundesliga
Holstein Kiel droht trainerwechsel – Rebbe stellt Walter in frage
Holstein Kiel, das einzige Team der 2. Bundesliga ohne Sieg in dieser Saison, hat nach der 0:1‑Niederlage in Braunschweig erneut die Entscheidung über die Zukunft von Trainer Tim Walter erhalten. Der Sportchef Olaf Rebbe stellte die Leistung klar infrage, während Walter trotz Kritik zufrieden blieb.
Keine Siege, tiefer Absturz
Holstein Kiel bleibt das letzte Team der 2. Bundesliga, das bislang keinen Sieg verbuchen konnte. Nach der jüngsten 0:1‑Pleite in Braunschweig stehen die Störche am Tabellenende, obwohl das rettende Ufer nur zwei Punkte entfernt ist. Die Stimmung im hohen Norden wird dadurch zunehmend ungemütlicher.
Als einziger Tabellenletzter kämpfen die Störche um jeden Punkt, um dem Abstieg zu entgehen. Die knappe Distanz zum sicheren Bereich erhöht den Druck auf Spieler und Trainer gleichermaßen.
Rebbe und Walter im Wortgefecht
„Die Art und Weise, wie wir in Braunschweig aufgetreten sind, ist absolut nicht das, was wir uns vorgenommen haben und man von uns erwarten kann“, erklärte Sportchef Olaf Rebbe unmissverständlich. Damit widersprach er direkt Walter und stellte die weitere Zusammenarbeit in Frage.
Hertha BSC setzt Erfolgswelle nach Sieg gegen Fürth fort
Trainer Tim Walter widersprach sofort: „Die Art und Weise, wie wir agieren, ist genau das, was ich verlange. Als Trainer kann man sich nicht mehr wünschen – außer, dass wir uns mehr belohnen und Spiele gewinnen.“ Damit zeigte Walter, dass er die Kritik als Ansporn sieht, die Mannschaft stärker zu belohnen.
Mehrere Medien berichten, dass Walter im kommenden Spiel gegen Hertha BSC auf der Bank sitzen wird, um seine Position zu retten. Gegen den bislang makellosen Spitzenreiter, der sieben Spiele mit sieben Siegen gewonnen hat, muss ein messbarer Erfolg erzielt werden. Rebbe betonte: „Es ist doch vollkommen klar, dass es letztendlich um Punkte geht. Und dass gewisse Mechanismen greifen, wenn wir diese nicht holen.“
Tim Walter kehrte im Februar 2026 nach Kiel zurück, nachdem er den Verein bereits 2018/19 trainiert hatte. In 18 Zweitliga‑Spielen seit seiner Rückkehr erzielte die KSV lediglich fünf Siege.