WM
Wiedererstarkter Jürgen Klopp übernimmt Deutschland nach WM-Schock
Der wiedererstarkte Jürgen Klopp ist als neuer Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft bestätigt worden und tritt sein Amt nach dem WM-Aus am 11. Juli an, als Deutschland im Achtelfinale nach Elfmeterschießen dramatisch gegen Paraguay ausschied.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bat den ehemaligen Trainer Julian Nagelsmann nach der WM-Enttäuschung um seinen Rücktritt und nahm anschließend Verhandlungen mit Klopp auf, um die Bundestrainerrolle zu übernehmen.
Klopp erklärte, dass Ermüdung sein Ausscheiden aus Liverpool im Jahr 2024 veranlasst hatte, doch nun bezeichnet er sich selbst als „wieder aufgeladen“. Der 59-Jährige glaubt, dass die Pause seine Energie für die Aufgabe als Bundestrainer wiederhergestellt hat.
„Die Nationalmannschaft bringt uns Deutsche zusammen wie kaum etwas anderes. Das macht diese Aufgabe für mich so besonders“, sagte Klopp bei seiner Vorstellung in Frankfurt am Freitagmorgen während einer Pressekonferenz.
Der DFB gab am Samstag, den 11. Juli, bekannt, dass nach Gesprächen in New York eine Einigung über die Eckpunkte von Klopps Vertrag erzielt worden sei. Der Vertrag läuft bis zur Weltmeisterschaft 2030.
Klopps vorherige Trainerstation war Liverpool, wo er neun Jahre lang tätig war, nachdem er im Oktober 2015 das Ruder übernommen hatte. Er verließ den Verein am Ende der Saison 2024, nachdem er mit dem Klub sowohl die Premier League als auch die Champions League gewonnen hatte.
Seit Januar 2025 war er Leiter Global Soccer von Red Bull und beaufsichtigte die Klubs der Gruppe wie RB Leipzig, FC Red Bull Salzburg und die New York Red Bulls. Die Rolle verschaffte ihm einen Überblick über das weltweite Fußballnetzwerk von Red Bull.
Während der jüngsten Weltmeisterschaft arbeitete er als Experte und schlug vor, dass Deniz Undav anstelle von Jamal Musiala in der Startelf stehen sollte, und bemerkte: „Julian Nagelsmann stellt die Mannschaft noch auf – vorerst.“ Ehemalige deutsche Spieler kritisierten den „vorerst“-Kommentar, was Klopp dazu veranlasste, sich zu entschuldigen und zu sagen, er habe das Gefühl gehabt, „sich selbst ins Gesicht schlagen zu wollen“.
Zuvor hatte sich Klopp bezüglich der Bundestrainerrolle zurückhaltend geäußert und merkte an, dass sein Name oft genannt werde, aber „es nicht der richtige Zeitpunkt sei, wirklich darüber zu sprechen.“ Sein Red-Bull-Vertrag enthielt eine spezielle Ausstiegsklausel, die es ihm ermöglichte, das Unternehmen zu verlassen, um die deutsche Nationalmannschaft zu übernehmen, die darauf ausgelegt war, einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen.