WM FRAUEN
Südafrika beendet die WM-Qualifikationshoffnungen der Super Falcons
Der 2-1‑Sieg Südafrikas über Nigeria am Donnerstag bedeutet, dass die WM‑Qualifikationshoffnungen der Super Falcons zum ersten Mal seit ihrem Debüt bei der FIFA Frauen‑Weltmeisterschaft 1991 erloschen sind, und Banyana Banyana schließen sich jetzt den Black Queens Ghanas als Afrikas zwei Vertreterinnen in den interkontinentalen Playoffs an.
Dominanz in der ersten Halbzeit und verpasste Chancen
Nach einer torlosen ersten Halbzeit diktierte Südafrika das Spiel, während die Super Falcons in der Abwehr organisiert blieben. Frühe Chancen entstanden, als Rasheedat Ajibade in der 12. Minute nach einer schlechten Abwehraktion traf, nur um den Ball für einen Eckstoß abprallen zu sehen. Ein Standardsituation in der 39. Minute ließ Jennifer Echeginis Flanke vom südafrikanischen Torwart parieren, und Michelle Alozies flacher Schuss vom Rand des Strafraums fünf Minuten vor der Halbzeit driftete am Tor vorbei.
Tore in der zweiten Halbzeit, Rote Karte und späte Elfmeter
Der Durchbruch kam in der 56. Minute, als Thembi Kgatlana einen von links hereingespielten Flankenschuss an Chiamaka Nnadozie vorbeischob und Südafrika in Führung brachte (1‑0). Sechs Minuten später hätte Kgatlana die Führung fast verdoppelt, doch ihr Schuss wurde gehalten. In der 77. Minute prallte der Schuss der Kapitänin Refiloe Jane von der Ersatzspielerin Christy Ucheibe ab und erzielte das zweite Tor, doch Jane wurde später wegen einer absichtlichen Handballaktion im Strafraum des Platzes verwiesen.
In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit drängte Südafrika weiter, wobei Motlhalos Schuss über das Tor ging. Die Super Falcons erhielten einen Elfmeter, nachdem Jane einen Kopfball mit ihrer ausgestreckten Hand abgeblockt hatte; Ucheibe verwandelte in der 93. Minute und stellte den Spielstand auf 2‑1.
Verpasster Elfmeter beflügelt Algeriens dramatischen Sieg um den dritten Platz bei der CAN
Weitere bemerkenswerte Momente waren Asisat Oshoalas große Chance in der 51. Minute, die vom Torwart gehalten wurde, und Uchenna Kanus Kopfball fünf Minuten vor Schluss, der von der Hand abgefälscht und zu einem Eckstoß führte. Christy Ucheibe erzielte zudem ein Trosttor für Nigeria spät im Spiel.
Das Spiel zeigte, dass Südafrikas frühe Aggressivität sich auszahlte, während die Super Falcons trotz vielversprechender Momente das frühe Defizit und die spätere Rote Karte nicht mehr ausgleichen konnten. Ihr Ausscheiden bedeutet das erste Fehlen bei einer FIFA Frauen‑Weltmeisterschaft seit 1991.
Mit dem Sieg qualifiziert sich Banyana Banyana für die interkontinentalen Playoffs, wo sie auf den verbleibenden afrikanischen Qualifikanten um einen Platz bei der WM 2027 treffen werden. Die Super Falcons müssen sich nun nach ihrer historischen Ausscheidung neu formieren.