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CONMEBOL, UEFA, CONCACAF und AFC vereinigen sich, um Infantinos FIFA Forward Enterprise-Plan zu blockieren.

🇨🇭 Von 4AllFootball ·
CONMEBOL, UEFA, CONCACAF und AFC vereinigen sich, um Infantinos FIFA Forward Enterprise-Plan zu blockieren.

Der südamerikanische Dachverband CONMEBOL hat am Dienstag gemeinsam mit der UEFA, CONCACAF und der Asian Football Confederation ein kommerzielles Konzept von Gianni Infantino, das unter dem Namen FIFA Forward Enterprise vorgeschlagen wurde, abgelehnt und damit das Scheitern der Initiative besiegelt. Der koordinierte Widerstand, der 136 der 211 FIFA‑Mitgliedsverbände repräsentierte, überstieg die für die Blockierung des Vorschlags erforderlichen 106 Stimmen deutlich.

Die entscheidende Abstimmung fand in einer Sondersitzung des FIFA‑Rates in Zürich statt, bei der die Mehrheit der Konföderationen den Kritikern die Seite wählte und damit einen seltenen Konsens unter den mächtigsten regionalen Gremien des Sports signalisierte. Mit 136 Stimmen für die Ablehnung war der Plan praktisch tot, bevor er dem FIFA‑Kongress vorgelegt werden konnte.

FIFA Forward Enterprise wurde als privates Investitionsvehikel präsentiert, das Anteile an Weltmeisterschafts‑ und anderen Wettbewerbsrechten verkaufen sollte, um die jährliche Finanzierung der Mitgliedsverbände von 8 Millionen USD auf 20 Millionen USD ab 2027 zu erhöhen – ein Anstieg von 150 %. Kritiker warnten, dass das Konzept die eigenen Governance‑Organe der FIFA umging und die wertvollsten Vermögenswerte des Sports in private Hände geben könnte, wodurch die Integrität des Spiels gefährdet würde.

Die UEFA drohte, ihre Nationalmannschaften aus FIFA‑Wettbewerben zurückzuziehen, falls das Vorhaben weiterverfolgt würde, während CONCACAF und AFC schnell ähnliche Bedenken hinsichtlich Transparenz und demokratischer Aufsicht äußerten. Der wachsende Druck veranlasste Infantino, am 31. Juli den Rückzug des Konzepts anzukündigen und dabei die Spaltung zu benennen, die es zwischen den Konföderationen verursacht habe.

„Fußball steht immer an erster Stelle“, erklärte der CONMEBOL‑Rat in einer Erklärung, die Tage nach dem Rückzug veröffentlicht wurde, und fügte hinzu, dass jeder Schritt, der etablierte Governance‑Verfahren umgeht, inakzeptabel sei. Der Rat forderte „die Bewahrung der Einheit der Fußballfamilie, das Handeln mit institutioneller Verantwortung, die Stärkung des Dialogs und die uneingeschränkte Achtung der Governance‑Mechanismen“.

Beobachter stellen fest, dass das Ereignis ein wachsendes Bereitschafts­niveau der wichtigsten Weltkonföderationen zeigt, top‑down‑Kommerzexperimente, die traditionelle Entscheidungswege umgehen, herauszufordern. Die Niederlage von FIFA Forward Enterprise könnte einen Präzedenzfall für zukünftige Reformen schaffen und die Notwendigkeit einer breiteren Konsultation vor jeder größeren kommerziellen Umstrukturierung der FIFA‑Flaggschiff‑Events unterstreichen.

Da der Plan nun auf Eis liegt, richtet sich die Aufmerksamkeit nun darauf, wie die FIFA ihre Entwicklungsinitiativen finanzieren wird und ob ein inklusiverer Dialog zwischen dem globalen Dachverband und den Konföderationen, die die überwiegende Mehrheit des Sports vertreten, entstehen wird. Analysten vermuten, dass das Ereignis die FIFA unter Druck setzen könnte, einen kooperativeren Ansatz bei der Finanzierung ihrer Entwicklungsprogramme zu verfolgen.

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