Yakin jongliert zwischen Embolo‑Ausfall, Xhaka‑Skandal und Rasenhalmen in Skopje
Im warmen Licht des Tose‑Proeski‑Stadions in Skopje wirft Nationaltrainer Murat Yakin einen Blick auf das Spielfeld, hebt sieben Zentimeter lange Rasenhalme in die Höhe und erinnert die Medienvertreter daran, dass „wir übrigens ein Spiel morgen haben“. Die Pressekonferenz dreht sich sofort um drei brennende Themen: den Fall Breel Embolo, die von Yakin mitgebrachten Rasenhalme und das Schicksal von Ardon Jashari.
Embos Sperre nach Verurteilung
Der Schweizer Verband hat entschieden, dass Breel Embolo dem Nationalteam fehlen wird, nachdem am Freitag öffentlich wurde, dass der Basler wegen Anstiftung zur Urkundenfälschung verurteilt wurde. Adrian Arnold erklärte, der Verband habe erst am Mittwoch von der Verurteilung erfahren, als Embolo die Verantwortlichen informiert habe. Der Mediensprecher des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) betonte, man habe sich gewünscht, früher davon zu erfahren, nannte es jedoch keinen Vertrauensbruch.
Yakin betonte, dass die Ausschlussmaßnahme nur für den aktuellen Zusammenzug gelte und dass er selbst nicht die Entscheidung getroffen habe, den Stürmer vom Kader zu streichen. Für die beiden Nations‑League‑Spiele im November wolle er Embolo wieder einsetzen: „Ich rechne nach wie vor mit ihm“, sagte Yakin.
Xhaka‑Skandal und Jasharis Chance
Im Schatten von Embolos Abwesenheit kam neue Information zur «Causa Xhaka»: Der ehemalige Arsenal‑Spieler reiste im Juli 2022 mit einem gefälschten Covid‑Impfzertifikat in die USA ein, obwohl die Impfpflicht erst im Mai 2023 aufgehoben wurde. Yakin erklärte, er sei in die Diskussionen involviert gewesen, jedoch nicht für die Entscheidung verantwortlich.
Durch Xhakas Ausfall rückt Ardon Jashari in den Fokus. Der 24‑jährige Mittelfeldspieler, der bereits an den Großturnieren WM 2022, WM 2026 und EM 2024 teilgenommen hat, verfügt über elf Einsätze, davon nur dreimal in der Startelf. Yakin sagte: „Jetzt liegt es an Ardon.“ Jashari, der im Land seiner Eltern spielt, betonte, dass er keinen Druck spüre und einfach sein Spiel durchziehen wolle.
Yakin ergänzte, dass das Team mit Winsley Boteli, Cedric Itten und Zeki Amdouni im Sturmzentrum gut besetzt sei. Er wies darauf hin, dass das Spiel in Nordmazedonien gegen die Schweiz am Samstag live auf SRF 2 und in der Sport‑App übertragen wird.
Abschließend äußerte Yakin seine Sorge über den Rasen: „Der Platz mache mir Sorgen, sieben Zentimeter lange Halme sind nicht spielbar.“ Er hoffe, dass das Gras noch geschnitten wird, damit sein Team trotz auswärtiger Bedingungen das Tempo von Beginn an aufrechterhalten kann.