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Türkgücü München Spielerboykott eskaliert, Slaven Skeledžić im fokus

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Türkgücü München Spielerboykott eskaliert, Slaven Skeledžić im fokus

Der Münchner Verein Türkgücü München befindet sich in einer existenziellen Krise, weil ein Spielerboykott gegen Trainer Slaven Skeledžić das Team zum Stillstand bringt; am 24. Oktober verweigerten 21 Spieler den Gang auf den Platz und setzten sich stattdessen in Trainingsanzügen auf die Bank.

Trainer seit März und Vorgeschichte

Skeledžić trainiert Türkgücü München seit März, nachdem er zuvor von 2018 bis 2022 als Co‑Trainer an der Seite von Miroslav Klose bei der U‑17 des FC Bayern München und im Nachwuchsleistungszentrum des Rekordmeisters tätig war.

Die Mannschaft verlor am selben Tag das Spiel in der Landesliga Südost gegen Wacker München mit 1:6, obwohl sie durch A‑Jugendliche verstärkt war.

Spielerboykott und Folgen

Als das Spiel beim VfB Hallbergmoos‑Goldach kurzfristig abgesagt wurde, erfuhren die Spieler nicht vom Verein, sondern erst durch eine Mitteilung des Bayerischen Fußball‑Verbands, worauf Kapitän Burhan Bahadir sagte: „Wir wollten spielen und waren bereit. Nachdem wir die Absage gesehen haben, waren wir alle baff.“

Die Spieler betonten, ihr Protest richtete sich ausschließlich gegen Skeledžić und nicht gegen den Verein; in einer gemeinsamen Erklärung forderten sie eine Veränderung, damit die Mannschaft wieder mit Freude und voller Überzeugung für Türkgücü München Fußball spielen kann.

Vorwürfe lauteten, Skeledžić habe junge Akteure gezielt unter Druck gesetzt, angeschrien und mit Sonderbehandlungen wie früheren Trainingseinheiten bestraft.

Vorsitzender Ertürk Alagöz stellte sich demonstrativ hinter den Trainer, erklärte: „Ich habe einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Und dieser Mann wird zu Unrecht beschuldigt.“ und fügte hinzu, er würde lieber den Betrieb einstellen, als den Spielern nachzugeben.

Skeledžić bezeichnete den Boykott als völlig überzogen und kündigte an, rechtliche Schritte gegen die handelnden Personen einzuleiten.

In einem ausführlichen Statement am Montag äußerte er tiefe Enttäuschung: „Der von 21 Spielern thematisierte Trainings‑ und Spielboykott stellt für mich eine der enttäuschendsten Erfahrungen meiner bisherigen Trainerlaufbahn dar. Es war eine nicht zu rechtfertigende Aktion.“

Die Vereinsführung kündigte an, das vereinsschädigende Verhalten der Spieler mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu bekämpfen; gleichzeitig zog Hauptsponsor Alagöz Holding seine Unterstützung zurück, sodass die Zukunft des Klubs in dieser prekären Situation ungewisser denn je ist.

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