Chaos bei Türkgücü München – Ex‑Bayern‑Trainer im fokus Des Streiks

Im Trainingsgelände von Türkgücü München brennt symbolisch ein Baum, während die Gefahr besteht, dass bald alle Lichter erlöschen.
Inmitten dieses Bildes steht Slaven Skeledzic, der einst Miroslav Klose beim FC Bayern München assistierte.
Der Ex‑Bayern‑Trainer Früherer Drittligist Türkgücü München steckt im Chaos, weil 21 Spieler gegen den Trainer streiken.
Streik und Spielausgang
Am vorletzten Wochenende verlor das Team in der Landesliga Südost gegen Wacker München mit 1:6.
Das Team bestand überwiegend aus A‑Jugendlichen.
Die eigentlichen Stammspieler saßen in Trainingsanzügen auf den Holzbänken und beobachteten das Spiel.
Sie hatten zum Mittel des Streiks gegriffen, der sich ausdrücklich gegen den Trainer richtete.
In einem gemeinsamen Statement betonten die Spieler, dass ihr Ziel nicht sei, dem Verein zu schaden, sondern eine Veränderung zu erzwingen.
Sie wollten wieder mit Freude und voller Überzeugung für Türkgücü München Fußball spielen.
Bereits eine Woche zuvor nach einer 0:3‑Niederlage gegen Eggenfelden sei es zu Ärger gekommen.
Der Protest richtete sich laut Berichten gegen die harte Hand des Trainers.
berichtete, der 54‑jährige Skeledzic habe junge Spieler zu frühem Training gezwungen und sie angeschrien.
Diese Vorgehensweise habe die Unzufriedenheit der Spieler geschürt.
Am vergangenen Freitag sagte der Verein das Spiel gegen VfB Hallbergmoos‑Goldach ab.
Die Spieler erfuhren von der Absage nicht intern, sondern über einen Hinweis des Bayerischen Fußball‑Verbands.
Türkgücü München droht der Zusammenbruch, weil 21 Spieler boykottieren
Kapitän Burhan Bahadir erklärte, sie seien bereit gewesen zu spielen und seien nach der Absage baff gewesen.
Die Mannschaft absolvierte ohne den Trainer zwei Trainingseinheiten zur Vorbereitung auf das Auswärtsspiel im Münchner Norden.
Die Vereinsführung droht dem Trainer Konsequenzen und betont zugleich den Zusammenhalt im Klub.
Vorstandsvorsitzender Ertürk Alagöz betonte seinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und wies die Vorwürfe gegen Skeledzic zurück.
Er erklärte, er stelle lieber den Betrieb ein, als gegen die Spieler einzuknicken.
Skeledzic bezeichnete das Vorgehen der Spieler als völlig überzogen.
Auf dem Instagram‑Kanal des Klubs wurde ein Statement veröffentlicht, das ein überhitztes Umfeld und bewusste Absprache einiger Führungsspieler kritisierte.
Der Vorstand schrieb, dadurch sei Chaos auf dem Feld entstanden.
Hauptsponsor Alagöz Holding kündigte seinen Rückzug an.
Der Verein kündigte an, das vereinsschädigende Verhalten der Spieler nicht zu tolerieren und mit allen Mitteln dagegen vorzugehen.
Skeledzic reagierte in einem ausführlichen Statement und bezeichnete den von 21 Spielern organisierten Trainings‑ und Spielboykott als eine der enttäuschendsten Erfahrungen seiner Trainerkarriere.
Er erklärte, die Aktion sei nicht zu rechtfertigen und habe dem Verein sowie ihm selbst massiv geschadet.
Er behalte sich rechtliche Schritte gegen die handelnden Personen vor.
Türkgücü München e.V. wurde 2001 nach der Insolvenz des SV Türk Gücü München gegründet.
Nach drei Meisterschaften in der Regionalliga spielte der Klub in der Saison 2020/21 in der 3. Liga.
In der darauffolgenden Saison musste der Verein nach 31 Spieltagen Ende März den Spielbetrieb wegen finanzieller Probleme einstellen.
Der Abstieg führte den Klub bis in die sechsklassige Landesliga.
Zwischen 2018 und 2022 war Skeledzic Co‑Trainer von Miroslav Klose bei der U17 des FC Bayern München und im Nachwuchsleistungszentrum des Rekordmeisters beschäftigt.
Anschließend folgte er Klose zu dessen erster Cheftrainerstation bei SCR Altach in Österreich.
Seit Ende März ist er Trainer von Türkgücü München.