Nations League
Pirlos Wiederaufbau Italiens hängt von Nations-League-Priorität ab
Andrea Pirlo steht kurz davor, Cheftrainer der italienischen Nationalmannschaft zu werden, einer Position, die die Azzurri seit Anfang April ohne Trainerchef sind, nachdem Gennaro Gattuso nach der WM‑Playoff‑Niederlage gegen Bosnien und Herzegowina am 31. März zurückgetreten ist, und sein unmittelbarer Fokus liegt auf der Nations‑League‑Kampagne.
Berichte aus den letzten 24 Stunden bestätigen, dass Pirlo für die Vakanz in Betracht gezogen wird, obwohl seine Ernennung nicht alle zufriedenstellt. Der ehemalige Mittelfeldspieler von Milan und Juventus steht kurz davor, das Ruder bei den Azzurri zu übernehmen.
Der FIGC‑Technikdirektor Paolo Maldini flog nach Barcelona, um Gespräche mit Pep Guardiola über die Vakanz zu führen, und gab zudem zu, zuvor mit Carlo Ancelotti gesprochen zu haben. Maldini und sein Berater Leonardo waren zentral am Rekrutierungsprozess beteiligt.
Antonio Conte und Roberto Mancini wurden ebenfalls in den letzten Wochen und Monaten mit der Position in Verbindung gebracht. Ihr Engagement unterstreicht die hohe Bedeutung der Stelle.
Maldini und Leonardo beschrieben das neue Italien‑Projekt als langfristiges Vorhaben, das möglicherweise acht bis zehn Jahre benötigen wird, um die Azzurri zu ihrer gewünschten globalen Position zurückzuführen.
Leiter des neuen Italien‑Projekts wird Pirlo sein, und seine unmittelbare Priorität ist die bevorstehende Nations‑League‑Kampagne, die von September bis November läuft, bevor das Endturnier im Sommer 2027 stattfindet.
Italien wird in Nations‑League‑Gruppe A zusammen mit Frankreich, Belgien und der Türkei antreten und jede Nation zuhause und auswärts in den nächsten Monaten spielen.
Die Ergebnisse in der Liga werden die FIFA‑Weltranglistenposition Italiens beeinflussen und könnten die Setzliste bei großen Turnieren beeinflussen; die Azzurri stehen derzeit auf Platz 15 der Rangliste, ihr niedrigster Stand seit 2019.
Am 18. Mai sprach Pirlo bei einer Juventus‑Pressekonferenz vor dem TIMVISION‑Pokal‑Finale zwischen Atalanta und Juventus und betonte seine Bereitschaft, die Nationalmannschaft zu führen.