WM
Jordan wirft FIFA Erpressung wegen WM‑Unterstützung vor
Prinz Ali Bin Al Hussein von Jordanien wandte sich am Dienstag an X und behauptete, dass FIFA und ihr Präsident Gianni Infantino seinen Verband während der Weltmeisterschaft unter Druck gesetzt hätten, indem sie Unterstützung im Austausch für Hilfe forderten – ein Vorwurf, den er als Erpressung bezeichnet.
Jordanien trat als Weltmeisterschaftsdebutant an, in einer Gruppe mit Österreich, Algerien und Argentinien gelost. Die Mannschaft verlor alle drei Spiele und blieb ohne Punkte.
Der Verband reiste mit einem bescheidenen Budget in die Vereinigten Staaten. Er berichtete, dass vielen Unterstützern die Einreise wegen Visaproblemen verweigert wurde und dass die Delegation zusätzliche US‑Steuern zahlen musste.
Selbst nachdem der Jordanische Fußballverband das Finale des Arabischen Pokals erreicht hatte, wartet er seit Dezember auf das versprochene Preisgeld.
„Monate lang weigerte sich FIFA, uns zu helfen, bis sie bei der Weltmeisterschaft sagten, dass unser Verband geholfen werden könnte, wenn ich Infantino unterstütze“, sagte der Prinz. Er fügte hinzu, dass die Forderung Erpressung sei.
Jordanien lehnte die Bedingung schließlich ab und erklärte, dass es Infantino nicht unterstützen werde und dass seine Pläne mit den ethischen Grundwerten des Landes unvereinbar seien.
Weitere Nationen äußern nun Kritik an Infantino, was ihn veranlasste, eine Dringlichkeitssitzung der FIFA‑Mitglieder einzuberufen.
Der Gegensatz zwischen Jordaniens Vorwurf der Erpressung und der defensiven Haltung von FIFA verdeutlicht eine wachsende Kluft, die die zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem Dachverband und kleineren Fußballverbänden beeinträchtigen könnte.