WM
Infantino unter Konföderationskritik Grafström beruhigt FIFA-Personal
Während FIFA‑Präsident Gianni Infantino heftiger Kritik von der UEFA und anderen Konföderationen gegenüber dem aufgegebenen FIFA Forward Enterprise‑Kommerzrechts‑Programm ausgesetzt ist, hat FIFA‑Generalsekretär Mattias Grafström heute um 11:59 Uhr eine geleakte E‑Mail verschickt, um das Personal über den abgesagten Forward‑Enterprise‑Plan zu beruhigen – ein Memo, das von Sky News erhalten wurde.
Das Personal‑Memo, das heute um 11:59 Uhr erstmals gepostet wurde, wurde von Sky News an die Presse weitergegeben. Darin schrieb der schwedische rechte Hand von Infantino: „Es ist eine traurige Ereigniskette, die schwer zu verstehen und zu akzeptieren ist.“ Die E‑Mail betraf den abgesagten Kommerzrechts‑Plan rund um die Weltmeisterschaft.
Mattias Grafström leitet die täglichen administrativen Abläufe der FIFA. Er kam von der UEFA, als Gianni Infantino vor zehn Jahren das FIFA‑Präsidentschaftsamt übernahm, und seitdem ist er regelmäßig an Infantinos Seite bei großen Turnieren zu sehen, wodurch er zu einer prominenten Figur innerhalb der Organisation geworden ist.
Kritiker von Infantino haben erklärt, dass sie bereit sind, ihn zu entfernen, nachdem er vorgeschlagen hat, Teile der Weltmeisterschaftsrechte zu verkaufen. Obwohl Grafström seltener genannt wird, gilt er als wichtiger Vertrauter des Präsidenten, und seine E‑Mail sollte das Personal angesichts wachsender Unzufriedenheit beruhigen.
Grafström fügte hinzu: „Glücklicherweise endete es mit der endgültigen Absage des FFE‑Projekts.“ Er forderte die Mitarbeitenden auf, sich weiterhin darauf zu konzentrieren, den Fußball und die 211 Mitgliedsverbände zu bedienen, und das in voller Übereinstimmung mit den FIFA‑Statuten und -Regelungen.
Er versicherte dem Personal zudem, dass sie vor dem politischen Umfeld geschützt seien und sagte: „Menschen, turbulente Momente und unglückliche Episoden kommen und gehen.“ Grafström erklärte, dass seine Tür offen bleibe und dass er die Teams, die Arbeit und die Mission weiterhin unterstützen werde, trotz einer „außergewöhnlichen und herausfordernden“ Woche für FIFA‑Büros weltweit.
Infantino hatte beabsichtigt, das FIFA Forward Enterprise (FFE) zu starten, ein kommerzielles Vorhaben, um Teile der Weltmeisterschaft an private Partner zu verkaufen. Die UEFA reagierte wütend, und derselbe Widerstand kam von CONCACAF, CONMEBOL und der asiatischen Konföderation, wodurch Infantino vor den anstehenden FIFA‑Wahlen stark unter Druck geriet.
Der Kontrast zwischen Grafströms interner Beruhigung und dem externen Gegenwind von der UEFA und anderen Konföderationen unterstreicht die Turbulenzen rund um die FIFA‑Führung und legt nahe, dass die Stabilisierung der Organisation sowohl die Bedenken des Personals als auch den starken Widerstand der Konföderationen berücksichtigen muss.