Bundesliga
Gemeinde Wattens fordert ein Gespräch nach Stadionumbau von WSG
Nach einer umfassenden Maßnahme der WSG Tirol‑Verantwortlichen hat die Gemeinde Wattens eine formelle Bitte um ein persönliches Gespräch über den laufenden Abriss und Wiederaufbau des Fußballstadions der Stadt gestellt, ein Projekt, das weiterhin hitzige Diskussionen unter den lokalen Interessengruppen auslöst.
Stadionrekonstruktion schürt Spannungen
Tirol‑Trainer Philipp Semlic wirkt alles andere als zufrieden mit der aktuellen Stadionsituation und weist darauf hin, dass die langwierigen Bauarbeiten die Vorbereitungen des Vereins beeinträchtigen. Seine Kommentare unterstreichen die Frustration des Teams, da die Spielstätte weiterhin unbenutzbar bleibt.
Bürgermeister Lukas Schmied sagte: „Positive Emotionen gehören auf den Fußballplatz, aber hier wurden Grenzen überschritten. Wir werden das Problem in einem persönlichen Gespräch klären.“ Die Erklärung erfolgte nach einer Pressekonferenz am Freitag und spiegelt das Beharren der Gemeinde auf ein persönliches Treffen wider.
WSG‑Sportmanager Stefan Köck äußerte Enttäuschung, nachdem der Gemeinderat am Dienstag die Übernahme einer Haftung abgelehnt hatte. Die Entscheidung lässt den Verein das finanzielle Risiko des Wiederaufbaus allein tragen.
Der Abriss und Wiederaufbau sollen das Stadion in Wattens an die Bundesliga‑Standards anpassen, wobei die voraussichtlichen Kosten über sechs Millionen Euro liegen. Der Verein, ein Bundesliga‑Teilnehmer, betrachtet die Modernisierung als unverzichtbar, um die Ligavorgaben zu erfüllen.
Seit Jahren spielt WSG seine Heimspiele im Innsbrucker Tivoli‑Stadion, und die durchschnittliche Besucherzahl für die Saison 2025/26 lag bei lediglich 1.975 Zuschauern – dem niedrigsten Wert in der Liga. Die geringe Auslastung erhöht den Druck auf die Verantwortlichen, das neue Stadion zügig fertigzustellen.