WM
FIFAs 5.-Juli-Scherz: Garcia und Courtois reagieren auf Baloguns Nicht-Sperre
Belgischer Nationaltrainer Rudi Garcia zeigte sich empört, nachdem die FIFA Folarin Baloguns Sperre einen Tag vor dem Achtelfinale gegen die USA aufgehoben hatte. Garcia eröffnete seine Pressekonferenz vor dem Spiel mit einer deutlichen Bemerkung: „Ich wusste nicht, dass der 5. Juli bei der FIFA dasselbe ist wie der 1. April hier.“ Er fügte hinzu, dass die Entscheidung die Integrität des Sports untergrabe.
Der Belgische Fußballverband (KBVB) bezeichnete die Aufhebung der Sperre als „erstaunlich“ und bestätigte, dass alle rechtlichen Möglichkeiten geprüft werden. Laut Berichten ging einem Telefonat zwischen FIFA-Präsident Gianni Infantino und Donald Trump die Freigabe für Balogun voraus.
Thibaut Courtois, Torhüter Belgiens, teilte die Frustration seines Trainers, betonte aber, dass sich das Team weiterhin voll und ganz auf das Spiel konzentriere. „Wir wollen gewinnen, egal gegen wen“, sagte er. „Meine erste Reaktion war Überraschung – besonders, weil die Entscheidung weniger als 24 Stunden vor Anpfiff fiel. Aber wir müssen auf dem Platz gewinnen. Balogun ist ein guter Spieler, doch wir spielen gegen das ganze Team.“
Garcia beendete weitere Fragen zu dem Thema und bestand darauf, dass sich die Mannschaft auf die sportliche Herausforderung konzentrieren werde. „Ich möchte mich jetzt auf die sportliche Seite konzentrieren. Lasst uns darüber reden, bitte.“
Die Erklärung des KBVB bezeichnete die Aufhebung der Sperre als Verstoß gegen sportliche Integrität und Ethik und nannte sie beispiellos in der Verbandsgeschichte.
Courtois wies Spekulationen zurück, die Entscheidung könne Belgiens Taktik beeinflussen, und betonte die Entschlossenheit des Teams, sich sportlich zu qualifizieren. „Es ist einfach: Wir wollen uns auf die richtige Weise für das Viertelfinale qualifizieren.“
Die Kontroverse dominierte am Vortag des Achtelfinals die Schlagzeilen und überschattete alle anderen Themen vor dem Spiel.
Pochettino, Trainer der USA, hatte die Entscheidung zuvor als „fantastisch für den Fußball“ gelobt und damit die Kluft zwischen den beiden Lagern vertieft.