Europa lockt Icardi, während Beşiktaş den Galatasaray‑Star zurückweist
Nach vier Spielzeiten, in denen er vier Süper‑Lig‑Titel gewann und 77 Tore erzielte, verließ Mauro Icardi Galatasaray ohne ein öffentlich bekanntes Ziel. Sein Agent hat eine Rückkehr nach Argentinien ausgeschlossen und signalisiert, dass der argentinische Stürmer einen Wechsel innerhalb Europas anstrebt, während ein überraschendes Angebot des Rivalen Beşiktaş abgelehnt wurde. Laut der türkischen Tageszeitung Sabah präsentierten Vermittler Icardis Namen dem Vorstand von Beşiktaş, der eindeutig antwortete: „Wir denken an nichts, das mit Icardi zu tun hat.“ Die Reaktion des Klubs ließ die Transfertür fest verschlossen. Icardis Bilanz gegen die Istanbuler Mannschaft unterstreicht die Absurdität des Vorschlags: Er erzielte fünf Tore in sieben Begegnungen gegen Beşiktaş, während er für Galatasaray spielte. Insgesamt traf er acht Mal in fünfzehn Duellen gegen die beiden großen Istanbuler Rivalen Beşiktaş und Fenerbahçe. Elio Pino, Icardis Vertreter, erklärte: „Icardi hat nicht vor, nach Argentinien zurückzukehren. Er will seine Karriere in Europa fortsetzen.“ Die Aussage bestärkt den Fokus des Spielers auf ein europäisches Ziel. In den letzten Stunden tauchte sein Name bei mehreren argentinischen Vereinen auf – Boca Juniors, River Plate, Estudiantes und Platense, das in der Copa Libertadores spielt – doch der 33‑jährige hat keine Eile, einen Vertrag zu unterschreiben. Sabah vermerkt, dass er auf ein Angebot wartet, das seinen Erwartungen entspricht, wobei die Serie‑A‑Mannschaft Como derzeit als die realistischste Option gilt. Während seiner vierjährigen Station in der Türkei absolvierte Icardi 134 Spiele, erzielte 77 Tore und lieferte 25 Vorlagen, wodurch er Galatasarays bester ausländischer Torschütze aller Zeiten wurde. Er sammelte zudem vier aufeinanderfolgende Süper‑Lig‑Kronen, einen türkischen Pokal, einen Supercup und die Auszeichnung als Torschützenkönig der Liga. Galatasaray‑Präsident Dursun Özbek enthüllte, dass der Klub eine Abschiedszeremonie für Icardi vorbereitet und den Stürmer informiert habe, jedoch keine Reaktion erhalten wurde. Fanatik berichtete, dass Icardi engen Freunden seine Enttäuschung anvertraute und sagte: „Ich habe nicht verdient, was sie mir angetan haben. Ich bin sehr enttäuscht vom Präsidenten und vom Trainer.“ Der Spieler veröffentlichte keine Abschiedsnachricht auf seinen Social‑Media‑Kanälen, ein Schweigen, das in türkischen Fußballkreisen als klares Zeichen von Unzufriedenheit gewertet wird. Galatasaray gab anschließend eine offizielle Erklärung ab, in der die Vertragsauflösung bestätigt wurde, nachdem die Gespräche über eine Verlängerung gescheitert waren.