Claudy Mbuyi erzielt 26‑Sekunden‑Comeback bei Rapid nach Jahr Pause
Im Gugl‑Stadion, Minute 81, betritt der 27‑jährige Franzose Claudy Mbuyi das Feld. Nur 26 Sekunden später verwandelt er einen schnellen Pass in das 0:2‑Endergebnis – ein emotionales Comeback‑Tor, das die Fans in Ekstase versetzte.
Auftritt von Didi Kühbauer bei LASK
Der 19. Oktober 2025 bleibt nicht nur für Mbuyi ein Meilenstein, sondern auch für Didi Kühbauer. An diesem Tag gab der Burgenländer sein erstes Trainerdebüt als Chefcoach beim LASK, nachdem er zu den Linzern zurückgekehrt war.
Rapid, damals Tabellenführer, gewann nach der Länderspielpause mit 2:0. Der Vorletzte, Mbuyi, trug entscheidend zum Sieg bei, während das Team die Führung ausbaute.
Der Rest ist Geschichte: Kühbauer führte LASK zum Double und in die Champions‑League. Diese Erfolge prägten die Vereins‑Geschichte nachhaltig.
Vor dem Comeback litt Mbuyi an einer Oberschenkelverletzung und wollte in den Schlussminuten einen Elfmeter schießen. Der Versuch scheiterte, er verletzte dabei den Muskel stärker und musste 51 Wochen auf ein Tor warten.
Rapid lernt aus Transfer-Fehlern und bleibt Tabellenführer
Der 26‑Sekunden‑Comeback‑Moment
Trainer Johannes Hoff Thorup kommentierte den perfekten Doppelwechsel: „So etwas habe ich als Trainer noch nicht erlebt.“ Mbuyi kam gemeinsam mit Louis Schaub ins Spitzenspiel.
Der erste Ballkontakt war ein Pass zu Schaub, Yusuf Demir setzte einen Freistoß, und ein Stanglpass von Demir erreichte Mbuyi. Sein zweiter Ballkontakt besiegelte das Tor – nur 26 Sekunden nach seiner Einwechslung.
Thorup setzte sich wieder auf die Bank und musste lächeln. Für Mbuyi war das nicht nur ein Tor, sondern ein Triumph über eine lange Verletzungsgeschichte.
Der 27‑jährige hatte bereits im Spätherbst 2025 sein Comeback nach einer Muskelverletzung vollendet, verletzte jedoch in der Wintervorbereitung das Knie schwer. Nach einer Meniskus‑OP gelang ihm, im Gegensatz zu Martin Ndzie, die Rückkehr zum Torriecher bereits beim dritten Kurzeinsatz.
Der Verein zeigte große Überzeugung, dass das Comeback gelingen würde, weil Mbuyi seine positive Art bewahrte und acht Monate hart arbeitete. Jetzt ist er eine wichtige Alternative zu Ercan Kara, während Tonni Adamsen aktuell als hängende Spitze eingesetzt wird.
Thorup betont: „Ich habe ihm immer gesagt, dass er zur Mannschaft gehört. Auch als Claudy weit weg war vom Team, war er ein Teil von uns.“ In dieser Art können sich über eine lange Saison schöne Geschichten entwickeln.