US-Quartett leitet österreichische Flag‑Football‑Teams für Olympia
Der American Football Bund Österreich (AFBÖ) hat am Montag angekündigt, dass ein US‑Quartett – David Price, Brian Traster, Bryan Garcia und der bisherige Berater Christopher Lankford – die beiden österreichischen Flag‑Football‑Nationalteams künftig leiten wird, um die Olympiaträume zu bewahren und damit die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 zu sichern.
Olympische Perspektive für Flag‑Football
Wie der American Football Bund Österreich (AFBÖ) am Montag mitteilte, wird die kontaktlose Football‑Variante 2028 in Los Angeles olympisch sein. Die erste Chance, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren, sei bereits bei der Weltmeisterschaft vergeben worden. Damit bleibt die Teilnahme ein zentrales Ziel.
Die Männer, die 2024 noch Vizeweltmeister waren, belegten im August bei der Weltmeisterschaft in Düsseldorf den 15. und letzten Platz. Das Ergebnis verdeutlicht den Handlungsbedarf vor den Olympiavorbereitungen.
Die Frauen erreichten den sechsten Platz, doch nur zwei Teams können sich für Olympia qualifizieren. Hinter den USA, Kanada und Mexiko fehlten die nötigen Plätze, während die USA sich mit Silber begnößen musste.
Neues Trainerteam und Zielsetzung
Nach unterschiedlichen Ansichten über die künftige Ausrichtung trennten sich die Wege des Verbandes von Herren‑Coach Michael Salamon und Damen‑Trainer Robert Riedl. Die beiden österreichischen Teams erhalten damit ein neues Führungsteam. Vier erfahrene US‑Coaches sollen nun die Olympiaträume erhalten, das nächste Ziel ist die Europameisterschaft 2027, wo mindestens das Finale erreicht werden muss. Anschließend folgt eine Qualifikationsserie mit zehn Teams um drei Olympiatickets.
Brian Traster übernimmt das Amt des Head‑Coachs der Frauen; er war als Spieler Weltmeister mit den USA. David Price, der 2021 die WM‑Goldmedaille und 2022 das World‑Games‑Gold mit den USA gewann, leitet die Männer. Bryan Garcia und Christopher Lankford erhalten noch zu definierende Aufgaben und arbeiten eng mit österreichischen Coaches zusammen.
„Unser Ziel war es, das beste verfügbare Know‑how nach Österreich zu bringen und damit den heimischen Sport zu fördern“, erklärte AFBÖ‑Sportdirektor Andreas Pröller. „Mit diesem internationalen Kaliber wollen wir den zweiten Qualifikationsweg erfolgreich gestalten und gleichzeitig heimische Trainer langfristig unterstützen.“
Im neuen Jahr stehen diverse Vorbereitungscamps an, gefolgt vom Ziel, bei der EM 2027 jeweils das Finale zu erreichen, um sich für die Olympic Qualifier Series zu qualifizieren. Der Weg zu den Spielen nach Los Angeles, wo Flag Football erstmals olympisch sein wird, bleibt jedoch noch lang.