Nations League
Ausrutscher Wer – Rangnick will in Linz den Weg für das ÖFB-Team ebnen
Am Donnerstag um 20:45 Uhr steigt das ÖFB-Team in Linz gegen Israel in die Nations League ein. Vier Spiele innerhalb von zehn Tagen sollen den Weg in die Zukunft des Nationalteams weisen, während Ralf Rangnick im Herbst die Weiterentwicklung des Kaders ankündigt.
Die Begegnung markiert den Start einer intensiven Spielphase, die über die Qualifikationschancen für die kommende Europameisterschaft entscheidet. Rangnick betonte, dass es diesmal keinen Grund für einen „Hangover“ gebe, und richtete damit einen klaren Ton für die bevorstehenden Aufgaben.
Neues Nations‑League‑Format und Qualifikationsziel
Die Top‑zwei der Vierergruppe erreichen den zweiten Lostopf für die EM‑Qualifikation. Gleichzeitig wird das Nations‑League‑Format in der nächsten Ausgabe von vier auf drei Ligen umgestellt, wobei künftig Sechsergruppen zum Einsatz kommen. Sieger der Liga‑B‑Gruppen steigen in Liga A auf, während Zweitplatzierte in einem Play‑off um den Aufstieg kämpfen.
Israel, das in der letzten WM‑Qualifikation zweimal gegen Norwegen und Italien verlor, konnte gegen Estland und die Republik Moldau Siege verbuchen. Rangnick bezeichnete die israelische Mannschaft als „eine Mannschaft, die gerne den Ball hat und spielerische Lösungen sucht“, wobei die Offensive um den ehemaligen Salzburger Oscar Gloukh im Fokus steht.
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Kaderumbruch und junge Talente
Vor dem ersten Match stehen Rangnick nur zwei echte Trainingseinheiten zur Verfügung; das öffentliche Training am Montag sei mehr Show als Lerngelegenheit. Aus Los Angeles wurde Linz zum neuen Austragungsort, und die Integration von Neuzugängen wie dem 18‑jährigen Vasilije Markovic wird entscheidend sein – vier Einsätze könnten ihm einen dauerhaften Vertrag beim ÖFB sichern, wobei FIFA‑Regeln einen späteren Wechsel zum serbischen Verband noch ermöglichen.
Die ersten vier bisherigen Kapitäne – David Alaba, Marko Arnautovic, Marcel Sabitzer und Konrad Laimer – fehlen. Michael Gregoritsch übernimmt für das Spiel gegen Israel das Trikot der Kapitänsbinde, während Rangnick von allen Spielern Verantwortung fordert, insbesondere in der Offensive ohne Sabitzer.
Mittelfeldschwäche und Fitnessfokus
Das defensive Mittelfeld, einst Rangnicks Prunkstück, erwies sich bei der WM als Schwachstelle. Xaver Schlager sprach von einer „Delle“, nachdem Nicolas Seiwald in der Partie gegen Spanien in der Pause ausgewechselt wurde. Schlager hat inzwischen bei Nottingham Forest wieder Form gefunden, während Seiwald bei Leipzig unter Martin Demichelis kämpft.
Rangnick betonte, dass es wieder „scheppern“ müsse, und hob die Bedeutung von Fitness für Zweikampf und das Annehmen von Herausforderungen hervor. Der Blick auf die kommenden Begegnungen richtet sich nun auf die vier Spiele in zehn Tagen, die über die weitere Ausrichtung des ÖFB-Teams entscheiden werden.