FRAUEN
Ausnahmetalent Valentina Pötzl beeindruckt beim 17‑jährigen Debüt
Valentina Pötzl, 17, gab ihr Debüt für die A‑Nationalmannschaft der Österreichinnen und trug zum 2:1‑Sieg gegen den Kosovo bei, indem sie in der 62. Minute eingewechselt wurde. Sie stand in der Seitenlinie des Stadiumi Fadil Vokrri, trug die Rückennummer fünf und zeigte sofort ihre Unbekümmertheit.
Debüt im WM‑Playoff gegen Kosovo
Im WM‑Playoff‑Hinspiel gegen den Kosovo, das Österreich mit 2:1 gewann, brachte Pötzl frischen Schwung in die Partie. Sie kam nach 62 Minuten vom Platz und half, das Ergebnis zu sichern, während das Team das Spiel dominierte.
ÖFB‑Direktorin Jasmin Walter kommentierte das Geschehen: „Auf einmal ging alles ganz schnell.“ Kurz darauf stand Valentina Pötzl, 17 Jahre alt, Rückennummer fünf, an der Seitenlinie im Stadion Fadil Vokrri.
Weg zurück nach dem Kreuzbandriss
Nach einem Kreuzbandriss im Frühjahr feierte Pötzl ihr Comeback bei der Vienna, bevor sie im Sommer bei der U19‑EM auffiel und anschließend zum Frauenfußball‑Klub Austria wechselte. Sie spielte in der Champions League gegen Inter Mailand und Chelsea und zeigte dabei ihr technisches Können.
„Ich bin eigentlich nicht so der Typ, der oag nervös ist“, sagte Pötzl dem STANDARD. „Aber da war ich schon nervös.“ Trotzdem überzeugte sie mit ihrer Gelassenheit, was ihr Trainer Stefan Kenesei später lobte.
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Trainerlob und Ausblick
Kenesei erklärte: „Wir hatten sie schon lange am Schirm und wussten, dass sie perfekt zu uns passt.“ Er fügte hinzu: „Sie scheißt sich nichts, sie denkt nicht nach, im positiven Sinn, sondern tut einfach das, was sie am besten kann – Fußball spielen.“
Pötzl wurde in die ÖFB‑Akademie in St. Pölten aufgenommen, half dem U17‑Nationalteam, sich für die EM 2025 zu qualifizieren, und erzielte ein Tor, das vom ÖFB zum Tor des Jahres 2024 gekürt wurde. Nach einem erneuten Kreuzbandriss verbrachte sie ein Jahr in der Rehabilitation, bevor sie wieder voll einsatzfähig war.
In der Bundesliga absolvierte sie sieben Partien für die Vienna, erreichte mit der U19‑Mannschaft das Halbfinale der EM und wurde ins „Team des Turniers“ der UEFA gewählt – ihr persönlicher Karriere‑Boost.
Der nächste Test steht am Dienstag um 18 Uhr im Wiener Sport‑Club‑Platz, wo das Rückspiel gegen den Kosovo live auf ORF 1 übertragen wird. Pötzl hofft, erneut ihr Team zu unterstützen und den Aufstieg weiter voranzutreiben.