Premier League
Wagner bewundert Arsenals Spielstil und prüft Premier-League-Wechsel
Der 38‑jährige Sandro Wagner aus Deutschland, der ehemalige Cheftrainer von Augsburg, sprach über den englischen Fußball und seine Perspektiven in der Premier League. Er lobte das Inside‑Dribbling des Premier‑League‑Meisters Arsenal, wies die Sommergerüchte zurück, die ihn mit dem frisch aufgestiegenen EPL‑Club Ipswich Town in Verbindung brachten, und bestätigte, dass er den Job nicht angenommen hat, bleibt jedoch offen für einen Wechsel nach England oder Italien.
Wagner beschrieb Arsenal‑Ansatz als „Inside‑Dribbling“, ein Markenzeichen, bei dem ein Spieler von der Seitenlinie nach innen schneidet, um sich einem 1‑gegen‑1‑Duell mit Raum hinter dem Verteidiger zu stellen. Er betonte, dass diese Technik klare Angriffswinkel gegen kompakte Defensen eröffnet.
Er wies darauf hin, dass sowohl englische Arsenal‑Spieler als auch der ecuadorianische Stürmer Piero Hincapié das Inside‑Dribbling effektiv ausführen und damit die Vielseitigkeit der Methode über Nationalitäten hinweg demonstrieren.
Zur Spekulation um Ipswich Town erklärte Wagner, dass die Gerüchte unbegründet seien und er die Anstellung nie angenommen habe. Er wiederholte, dass das Angebot von Ipswich nicht zu einem Vertrag geführt habe.
Wagner bekräftigte seine Offenheit für Trainerjobs in England oder Italien und erklärte, dass jede dieser Ligen seinen Ambitionen entsprechen würde, sofern das passende Projekt auftaucht.
Im Hinblick auf die Serie A lobte er den italienischen Fußball und sagte, die Italiener hätten „die Verteidigung erfunden“, mit einem minimalistischen, disziplinierten Mannschafts‑Commitment, das Tor zu schützen. Er äußerte Bewunderung dafür, wie italienische Trainer diesen defensiven Antrieb vermitteln, obwohl die natürlichen Instinkte der Spieler anders liegen.
Rückblickend auf die jüngsten Champions‑League‑Begegnungen argumentierte Wagner, dass heute nur noch wenige Teams an festen Formationen festhalten; stattdessen wird die Fluidität durch 1‑gegen‑1‑Pressing und neue Taktiken erzeugt, die Gegner aus ihren Zonen drängen.
Er erklärte, dass er das Angebot von Ipswich nach „guten Gesprächen“ und Familienrücksprachen abgelehnt habe und fügte hinzu, dass es zweitrangig sei, ob er im Norden Deutschlands oder in Italien lebt – entscheidend sei, die passende Position zu finden. Er betonte, dass er nicht eilig sei und auf eine Gelegenheit warten werde, die für alle Beteiligten zu 100 % passt.
Wagner stellte seinen überlegten Ansatz den seiner deutschen Kollegen gegenüber, wie Marco Rose, der jetzt bei Bournemouth arbeitet, Edin Terzic, der nach Bilbao gewechselt ist, und Dino Toppmöller, der Lens leitet – alle haben bereits eine Auslandsposition gesichert oder stehen kurz davor, diese in dieser Saison anzutreten.
Abschließend sagte Wagner, er sei „einfach zuversichtlich“, habe keine Angst vor einem Auslandswechsel und werde, solange seine Familie gesund ist, jede spannende und passende Position in der Premier League oder anderswo in Betracht ziehen. Seine Bereitschaft zu warten könnte Premier‑League‑Clubs, einschließlich Arsenal, dazu veranlassen, seine Analysen weiter zu beobachten, während sie weiterhin nach Trainern suchen, die zu ihren taktischen Philosophien passen.