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WM

Vier Tage Krise enden, als Infantino den WM-Finanzierungsplan aufgibt

Von 4AllFootball ·
Vier Tage Krise enden, als Infantino den WM-Finanzierungsplan aufgibt

FIFA‑Präsident Gianni Infantino zog am Samstag seinen umstrittenen Finanzierungsplan für die Weltmeisterschaft zurück und beendete damit vier Tage Turbulenzen, die seinen Ruf stark beschädigt hatten. Die Entscheidung wurde zusammen mit einem Getty‑Images‑Foto und einer Bildunterschrift veröffentlicht und bildete den Abschluss einer Woche des Aufruhrs.

Die UEFA, das Leitungsorgan des europäischen Fußballs, veröffentlichte eine Erklärung, in der sie erklärte, das Vertrauen in Infantinos Führung verloren zu haben. Der Verband bezeichnete die Mitteilung als eine der heftigsten Aussagen, die je gegen den Inhaber des FIFA‑Präsidiums gerichtet wurden, und unterstrich damit die Missbilligung des europäischen Gremiums.

Der Vorfall weckte Erinnerungen an das Desaster der europäischen Super League von 2021. Der ehemalige englische Verteidiger Gary Neville bezeichnete den Super‑League‑Vorschlag als „reinen Gier“ und stellte fest, dass der Plan nach 72 Stunden Kritik zusammenbrach.

Infantinos privater Investitionsplan, dem ein einprägsamer Titel fehlte, hielt zwei Tage länger als das Super‑League‑Projekt an, bevor er am Samstag verworfen wurde. Der Vorschlag hatte zusätzliche Mittel für die Fußballentwicklung versprochen.

FIFA, eine gemeinnützige Organisation, verfügt über finanzielle Rücklagen von über 2 Milliarden Dollar und rechnet mit Rekordumsätzen von etwa 15 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit der Sommerweltmeisterschaft. Der Plan bot Ländern, die sich bis zum 19. September anmeldeten, zusätzliche 40 Millionen Dollar, was angesichts des bereits vorhandenen Reichtums der Organisation Fragen aufwarf.

Infantinos enge Beziehung zum US‑Präsidenten Donald Trump wurde erwähnt, obwohl Trump erklärte, er habe nicht mit dem 56‑jährigen Präsidenten über die Vorschläge gesprochen.

Der Präsident der Asian Football Confederation, Sheikh Salman bin Ibrahim al‑Khalifa, einer von FIFAs Vizepräsidenten, kritisierte das Fehlen einer transparenten Konsultation. Er forderte, dass zukünftige Pläne, die den globalen Fußball betreffen, „zeitnah, transparent und sinnvoll“ präsentiert werden.

FIFAs Chief Operating Officer Kevin Lamour bezeichnete das Vorhaben als „das Projekt einer einzelnen Person“ und behauptete, die Verwaltung sei „getäuscht“ worden. Er schrieb, dass seine Pflicht gegenüber der Organisation und ihren Werten bedeuten könnte, dass er seinen Job verliert, und fügte hinzu: „Zumindest werde ich heute Nacht gut schlafen.“

Infantino steht nun vor der Aufgabe, Brücken wieder aufzubauen, da die Unterstützung für seine Wiederwahl im März zu schwinden scheint. Die UEFA‑Vizepräsidentin Laura McAllister sagte BBC Radio Four, dass alle Konföderationen Optionen prüfen werden und dass die wichtigste Errungenschaft dieser Woche darin bestand, den Vorschlag mit Einheit zu vereiteln. Der Vorfall zeigt, wie schnell ein Plan entgleisen kann.

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