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Hertha BSC strebt Top‑10-Platz an mit hochintensivem Pressing‑Umbruch und finanzieller Konsolidierung vor Saison 2026/27

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Hertha BSC strebt Top‑10-Platz an mit hochintensivem Pressing‑Umbruch und finanzieller Konsolidierung vor Saison 2026/27

Hertha BSC hat einen ambitionierten, aber realistischen Plan für die Saison 2026/27 in der 2. Bundesliga vorgestellt, der ein Top‑10‑Platzziel verfolgt und gleichzeitig die Finanzen strafft. Der Verein eröffnet die Saison am Freitag gegen den VfL Bochum nach einer sechs‑wöchigen Prä‑Season, in der ein neues, hochintensives Pressing‑System und eine strenge Lohnstruktur‑Überholung eingeführt wurden.

Der geschäftsführende Direktor des Vereins, Peter Görlich, lobte das 2‑2‑Unentschieden gegen den Bundesliga‑Gegner 1. FC Köln als „einen sehr guten Test“ und stellte fest, dass das Spiel gezeigt habe, dass das neue taktische Konzept selbst bei widrigen Wetterbedingungen umsetzbar sei. Er hob die Leistung der Akademieabsolventen sowie die kürzliche Verpflichtung des Stürmers Oluwaseun Adewumi hervor, die als Beweis dienen, dass der Kader wettbewerbsfähig sein kann, ohne bei hochkarätigen Transfers zu sprengen.

Finanziell hat Hertha die Gehaltsstruktur reduziert, nachdem eine Welle von Spielerabgängen rund 25 Millionen Euro an Einnahmen gebracht hat. Görlich betonte, dass der Geldzufluss zwar den unmittelbaren Druck mindere, der Verein jedoch weiterhin in einer „Konsolidierungsphase“ sei und mit diszipliniertem Ausgabenverhalten weiterarbeite, einschließlich fortlaufender Investitionen in die medizinischen und kommerziellen Abteilungen.

Taktisch wird die Mannschaft eine höhere Verteidigungslinie spielen und die Pressing‑Intensität erhöhen. „Wir pressen höher, wir haben viel höhere Intensität und wollen das ins Spiel bringen“, erklärte Görlich und fügte hinzu, dass dieser Ansatz bereits im Freundschaftsspiel gegen Köln sichtbar war, wo die jungen Spieler „ihre Positionen hervorragend gehalten“ haben.

Das strategische Ziel für die Saison ist bescheiden, aber ambitioniert: einen Top‑10‑Platz in der Liga sichern und gleichzeitig die Grundlagen für langfristigen Erfolg legen. Görlich wies die Notwendigkeit eines einprägsamen Slogans zurück und betonte stattdessen das Bekenntnis zum „nachhaltigen Vereinsaufbau“ sowie einen erneuten Fokus auf die Akademie, die seiner Meinung nach in den letzten Jahren vernachlässigt wurde.

Im Hinblick auf das Auftaktspiel in Bochum erwartet Görlich ein „sehr interessantes“ Duell, das die neue Identität der Mannschaft auf die Probe stellen wird. Er rechnet mit einer starken Atmosphäre und sieht das Spiel als Chance für den Kader, die während der Prä‑Season entwickelten Prinzipien zu demonstrieren, und fügte hinzu, dass der Verein „stolz ist, vor einem großen Publikum zu starten“.

Insgesamt scheint Hertha BSC seine sportlichen Ambitionen mit realistischen finanziellen Rahmenbedingungen in Einklang zu bringen und setzt darauf, mit einer Mischung aus jugendlicher Energie, disziplinierten Taktiken und umsichtigem Management seine Lage nach dem verpassten Aufstieg in der letzten Saison zu verbessern.

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