WM
Globale Empörung bricht aus, weil Infantino WM-Anteile verkaufen will
FIFA‑Präsident Gianni Infantino (56) erwägt einen Milliardendeal, um Anteile am Fußball‑Weltmeisterschaftsturnier an private Investoren zu verkaufen, wie die britische Zeitung The Times berichtet. Der Vorschlag hat weltweit Proteste ausgelöst, wobei die Europäische Kommission öffentlich vor dem Plan warnt. Und ein Hinweis, Google‑favorietliveblogBekijk zu setzen, wurde im Quellmaterial erwähnt.
Laut The Times wurden Personen aus dem Umfeld von Donald Trump bereits angesprochen, darunter der Technologie‑Investor Joshua Kushner, der mit der Trump‑Familie verbunden ist. Der Bericht sagt, dass diese Kontakte als potenzielle Investoren für den Deal in Betracht gezogen werden.
Der Sportkommissar der Europäischen Kommission, Glenn Micallef, nutzte X, um den Plan zu verurteilen und bezeichnete die Kommerzialisierung als Bedrohung für den Fußball. Er schrieb: „Kommerzieller Erfolg sollte den Fußball stärken, nicht zerstören. Haltet euch von unserem Sport fern“, und fügte hinzu: „Das ist kein Baseball“ und warnte vor Interessenkonflikten.
Die UEFA, CONCACAF und der belgische Fußballverband (KBVB) haben alle Bedenken geäußert. Die Erklärung der UEFA lautete, dass die Seele des Fußballs kein Handelsgut sei, während CONCACAF warnte, dass der Vorschlag die normalen Verfahren umgehe. Der KBVB erklärte, dass er den Vorschlag intern prüfe und andere Verbände konsultieren werde.
FIFA-Pläne lösen Gegenreaktion aus, CONCACAF äußert besorgte Bedenken
Javier Tebas, der große Chef von La Liga, verurteilte die Idee als politische Kampagne statt als Reform. Er beschuldigte Infantino, Entwicklung zu nutzen, um Stimmen zu kaufen, und nannte den Plan „das Problem, nicht die Lösung“.
Andy Burnham, der neu ernannte britische Premierminister, kritisierte den Schritt ebenfalls und erklärte, dass Fußball den Fans in den Stadien gehöre und die Weltmeisterschaft „der schönste Wettbewerb im Sport sei, kein Produkt, das verkauft werden soll“.
Der ehemalige FIFA‑Präsident Sepp Blatter schloss sich dem Chor an und sagte, die finanziellen Verbindungen zwischen Infantino und dem US‑Präsidenten beschädigten das Spiel. UEFA‑Präsident Aleksander Ceferin hatte bereits ein WM‑Finale boykottiert wegen ähnlicher Bedenken hinsichtlich der kommerziellen Ausweitung und Regeländerungen.
FIFA beabsichtigt, ein neues Unternehmen, FIFA Forward Enterprise (FFE), zu gründen, um die kommerziellen Rechte der Männer‑ und Frauen‑Weltmeisterschaften sowie der Klub‑Weltmeisterschaft zu übernehmen. Die Struktur würde 50 % bei FIFA belassen, 20‑30 % an die 211 Mitgliedsverbände zuweisen und die restlichen Anteile an private Investoren verkaufen, wobei ein Finanzierungsziel von 4,2 Milliarden US‑Dollar angestrebt wird. Der Plan weckt Befürchtungen, dass private Investoren häufigere Turniere und ein größeres Teilnehmerfeld fordern könnten.