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WM

FIFA eröffnet Ermittlungen nach argentinischem Banner, das Falkland-Kontroverse auslöst

Von Fussball4All Editorial ·

Die FIFA hat eine offizielle Untersuchung des Vorfalls eingeleitet, der dem WM-Halbfinale zwischen England und Argentinien folgte, nachdem argentinische Spieler ein Banner auf dem Spielfeld entfaltet hatten, auf dem stand: „Las Malvinas son Argentinas“ – eine Aussage, dass die Falklandinseln zu Argentinien gehören.

Das Banner berührte ein hochsensibles Thema, indem es direkt auf den Falklandkrieg von 1982 Bezug nahm, der zwischen Großbritannien und Argentinien ausgetragen wurde – ein Konflikt, der mehr als vier Jahrzehnte später noch immer starke Emotionen weckt. Sein Erscheinen auf der Weltbühne entfachte die Debatte um das umstrittene Gebiet erneut.

FIFAs Statuten verbieten normalerweise politische Botschaften auf dem Spielfeld. Der Argentinische Fußballverband wurde 2014 bereits mit mehr als 20.000 € bestraft, nachdem ein ähnliches Banner während eines Freundschaftsspiels gegen Slowenien gezeigt wurde.

„Wie das Standardverfahren vorsieht, prüft der unabhängige Disziplinarausschuss der FIFA derzeit die Spielberichte und untersucht die relevanten Umstände, bevor er über mögliche weitere Schritte nach FIFAs Disziplinarvorschriften entscheidet“, hieß es von der Dachorganisation. Die Erklärung wurde veröffentlicht, als die Untersuchung begann.

Viele Briten fordern die Sperrung der beteiligten argentinischen Spieler. Giovani Lo Celso, Lisandro Martínez und Cristian Romero wurden beim Tragen des Banners gesehen und könnten daher mit disziplinarischen Maßnahmen rechnen.

Der liberaldemokratische Parteivorsitzende Ed Davey verwies auf ein Präzedenzfall und schrieb in den sozialen Medien: „Im August 2024 wurden die Spanier Rodri und Álvaro Morata zu Recht gesperrt, als sie sangen, Gibraltar gehöre zu Spanien.“ Der von ihm genannte Vorfall führte tatsächlich zu einer Sperre.

„Die FIFA muss ihre Akteure an denselben ethischen Standard halten. Die Spieler, die das Banner gehalten, sich damit fotografieren ließen und es präsentiert haben, sollten für ein Spiel gesperrt werden“, fügte die Erklärung hinzu.

Der unabhängige Disziplinarausschuss wird nun den Vorfall bewerten und nach FIFAs Standardverfahren entscheiden, ob Sanktionen verhängt werden. Jede Entscheidung wird über FIFAs offizielle Kanäle mitgeteilt.

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