Der Olympiasieg 1976 der DDR bleibt Deutschlands einziger Fußball‑Gold
Am 31. Juli 1976 errang die ostdeutsche Olympiamannschaft im Fußball einen 3‑1‑Sieg gegen Polen in Kanada und sicherte damit die einzige Olympiamedaillen‑Goldmedaille, die jemals von einer deutschen Mannschaft gewonnen wurde, und schuf ein historisches „Sommermärchen“ für die DDR.
Keine andere deutsche Fußball‑Olympiamannschaft hat diesen Erfolg in den fünfzig Jahren seitdem wiederholt, sodass der Triumph von 1976 ein einzigartiger Erfolg bleibt.
Der Sieg kam nur zwei Jahre nach dem einzigen WM‑Auftritt der DDR im Jahr 1974, als das Team im zweiten Durchgang in der Bundesrepublik Deutschland und West‑Berlin stand.
„Wir waren 1976 immer noch stärker als 1974“, sagte Goldmedaillengewinner Martin Hoffmann in der Montagsausgabe von , und fügte hinzu, dass die Dresdner Spieler Dixie Dörner und Reinhard Häfner sehr gut geworden seien und dass das Selbstvertrauen, das aus den starken Pokal‑Auftritten mehrerer DDR‑Clubs in der Europapokal‑Wettbewerb resultierte, der Mannschaft geholfen habe.
Das Turnier begann mit einem 0‑0‑Unentschieden gegen Brasilien in Toronto, ein defensiver Auftakt, der den Ton für die Kampagne setzte.
Angeregt durch ein harsches Verweis des NOK‑Sportfunktionärs Manfred Ewald – „Ihr seid eine Schande für die DDR‑Olympiamannschaft!“ – reagierten die Ostdeutschen mit einem 4‑0‑Sieg im Viertelfinale gegen Frankreich, ein Spiel, in dem ein junger Michel Platini für die französische Seite auflief.
Im Halbfinale konnte der in der Sowjetunion geborene Stürmer Oleg Blochin, damals 23, den DDR‑Angriff nicht stoppen, und die Ostdeutschen sicherten sich einen 2‑1‑Sieg, um ins Finale einzuziehen.
Polen trat mit seiner „goldenen Generation“ aus Grzegorz Lato, Andrzej Szarmach und dem verstorbenen Kaszimierz Deyna ins Finale, doch die DDR setzte sich durch; Torwart Jürgen Croy bemerkte später in , „Manche haben einen richtigen Knall gemacht.“