Ligue 1
Chelsea vermeidet Punktabzug, muss aber 11,6 Mio. € Geldstrafe und ausgesetzte Sperre hinnehmen
Chelsea sah sich am Freitag einer Welle von Disziplinarmaßnahmen gegenüber, wobei der englische FA 74 Verstöße gegen seine Regeln zur Agentenvergütung bestätigte. Der Verein entging jedoch dem schlimmsten Szenario eines Punktabzugs und erhielt stattdessen eine Geldstrafe von 11,6 Millionen Euro sowie ein ausgesetztes Transferverbot.
Die Ankündigung der Premier League, veröffentlicht von LeagueUne, erläuterte, dass die Verstöße gegen Regel E1.2 des FA verstoßen haben und zu einer Geldstrafe von 10 Millionen Pfund (etwa 11,6 Millionen Euro) führten. Der Club erhielt zudem ein ausgesetztes Rekrutierungsverbot, das zwei Transferfenster abdeckt.
Ursprünglich hatte eine unabhängige Disziplinarkommission einen Punktabzug von sechs Punkten in der Premier League vorgeschlagen, doch Chelsea legte gegen die Entscheidung Berufung ein. Eine separate unabhängige Berufungskommission hob die Punktestrafe nach einer neuen Anhörung auf.
Chelsea droht eine 10-Millionen-Pfund-Strafe, ein Transferverbot naht
Das ausgesetzte Rekrutierungsverbot gilt für zwei Marktperioden und erstreckt sich bis zum 30. Juni 2027. Das bedeutet, dass der Verein erst nach diesem Datum Spieler verpflichten kann, sofern keine weiteren Verstöße auftreten.
Die Verstöße reichen zurück in die Zeit, in der Roman Abramovich den Club besaß, also von 2009 bis 2016, und beziehen sich auf die FA‑Vorschriften zu Agentenhonoraren, Vermittlerarbeit und Drittinvestitionen in Spieler.
Chelsea umgeht Punktabzug nach kostspieliger FA‑Strafe
Chelsea, im Mai 2022 von einem Konsortium unter der Leitung von Todd Boehly und Clearlake Capital übernommen, erklärte, sie seien „glücklich“ mit dem Ergebnis, verwiesen auf einvernehmliche Vereinbarungen mit der UEFA und der Premier League und bestätigten, dass alle regulatorischen Verfahren gegen den Club nun abgeschlossen seien.
Im Juli 2023 hatte der Club bereits eine Einigung mit der UEFA erzielt und zugestimmt, 10 Millionen Euro zu zahlen, nachdem er unvollständige Finanzberichte aus der Abramovich‑Ära anerkannt hatte.