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WM

Britische Regierung fordert FIFA, argentinisches politisches Banner zu prüfen

🇬🇧 Von Fussball4All Editorial ·
In einem Stadion, das vor Feierlichkeiten summte, hoben die argentinischen Spieler ein Banner hoch, das wörtlich übersetzt lautete: „Die Falklandinseln sind argentinisch“, nachdem sie die Qualifikation für das WM‑Finale gesichert hatten. Die Aktion, ein direkter Verweis auf den Konflikt von 1982, löste sofort eine Reaktion der britischen Regierung aus, die die FIFA aufforderte, ein Ermittlungsverfahren einzuleiten. Das von Fans geschmuggelte Banner trug die Aufschrift „De Falklandeilanden zijn Argentijns“ und die spanische Version „Las Malvinas son Argentinas“, ein Slogan, der lange von argentinischen Nationalisten verwendet wird. Der Text wurde prominent gezeigt, während das Team seinen Sieg über England feierte. Die Botschaft weckte Erinnerungen an den Falklandkrieg von 1982, einen 72‑tägigen Konflikt, bei dem 649 argentinische Soldaten und 255 britische Streitkräfte ihr Leben verloren. Die Inseln, im Spanischen als Malvinas bekannt, liegen 500 km vor der argentinischen Küste, bleiben aber ein britisches Überseegebiet, sodass jede politische Anspielung äußerst sensibel ist. Der britische Handelsminister Peter Kyle sagte gegenüber der BBC: „Wir erwarten, dass die FIFA diese Angelegenheit untersucht“, und betonte, dass Politik und Fußball getrennt bleiben müssen. Kyles Aussage wurde am selben Tag aufgezeichnet, an dem das Banner enthüllt wurde, und unterstreicht die diplomatische Spannung. Die FIFA‑Statuten verbieten politische Statements in Stadien, und ein Verstoß kann zu Sanktionen, einschließlich Geldstrafen, führen. Der Dachverband steht daher unter Druck, zu entscheiden, ob eine Strafe für die argentinische Seite gerechtfertigt ist. Dies ist nicht das erste Mal, dass Argentinien ein ähnliches Banner verwendet hat. Im Jahr 2014, bei einem Freundschaftsspiel gegen Slowenien, führte ein vergleichbares Banner zu einer Geldstrafe von etwa 25 000 €, was zeigt, dass der Verband bereits für politische Auftritte bestraft wurde. Lionel Messi reflektierte später: „Wir haben alle gesagt, es sei nur ein Fußballspiel, aber es war schwer, die Emotionen im Zaum zu halten, als unsere Hymne erklang“, und hob damit die persönliche Wirkung des politischen Hintergrunds auf die Spieler hervor. Vor dem Spiel hatte der argentinische Trainer Lionel Scaloni gewarnt, dass er nicht wolle, dass das Spiel um das Falklandthema kreist, doch Vizepräsidentin Victoria Villaruel verstärkte die Debatte, indem sie die Engländer als „Besatzer“ bezeichnete und ein Vintage‑Video argentinischer Soldaten mit dem Untertitel „this was not just a match“ teilte. Sven Van Londersele, Sportjournalist bei HLN16, bemerkte die Phrase „Google‑Favorit ‘Las Malvinas son Argentinas’“ als Schlachtruf, der bei den Anhängern Anklang fand, und erinnerte die Leser zugleich daran, dass etwa 3 000 Einwohner, überwiegend britischer Abstammung, auf den Inseln leben. Der anhaltende Streit um die Falklandinseln dringt weiterhin auf den Fußballplatz vor und führt zu Forderungen, dass die FIFA ihre Regeln zur politischen Neutralität durchsetzt.

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