Champions League
Bell warnt Hearts-Fans, Shanklands Abgang nach Graz‑Kollaps zu bereuen
Ein langer Ball, der nach vier Minuten gerade ins Netz schlüpfte, bestimmte den Ton im Champions‑League‑Qualifikationsspiel am Dienstag zwischen Hearts und Sturm Graz. Der ehemalige Ibrox‑Torwart Cammy Bell bezeichnete das Tor als „unakzeptabel auf diesem Niveau“ und warnte, dass es die schottische Mannschaft verfolgen werde.
Das Spiel war Hearts erstes Pflichtspiel unter dem neuen Cheftrainer Wouter Vrancken, wobei die Zweitplatzierten der Scottish Premiership hoffen, nach einem Sommer voller Veränderungen Schwung zu holen. Bell bemerkte, dass die Gäste für verpasste Chancen bezahlten, als die Österreicher nach der Pause in einem zehnminütigen Abschnitt dreimal trafen.
Sturm Graz erzielte in der 50. Minute ein zweites Tor, woraufhin Bell eine zehnminütige Kollapsphase beschrieb, die Hearts verwundbar machte. Er sagte, das Team sei „fast zehn Minuten lang kollabiert“ und könne sich auf höchstem Niveau nicht mehr erholen.
Insgesamt trafen die Österreicher innerhalb von zehn Minuten der zweiten Halbzeit dreimal, ein Zeitraum, in dem Hearts mehrere klare Chancen ungenutzt ließ. Bell betonte, dass das Versäumnis, vor starker Konkurrenz abzuschließen, unausweichlich einer Mannschaft schadet.
Bell verband die Enttäuschung zudem mit dem Sommerabgang des Toptorschützen Lawrence Shankland zu den Rangers und erinnerte die Fans daran, dass der ehemalige Ibrox‑Torwart eine Lücke in der Offensive hinterlassen habe. Er hob hervor, dass die Hearts‑Fans, die an eine starke Defensivreputation gewöhnt sind, ihr Team jetzt als „wirklich schwach“ wahrnehmen.
Der ehemalige Torwart warnte, dass die Hearts‑Unterstützer weiterhin frustriert bleiben werden, bezeichnete die Niederlage als „schädlich“ und sagte ähnliche Momente im Verlauf der Saison voraus. Er fasste die Lage als „Kampf nach oben“ zusammen, wobei das Duell praktisch verloren sei.
Da das Duell nun außer Reichweite liegt, schloss Bell, dass die kommende Saison für Hearts herausfordernd aussehen wird und das anhaltende Bedauern über Shanklands Weggang weiterhin in den Rängen nachhallen wird.