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FairSquare stellt Infantinos Berechtigung nach FIFA-Statuten in Frage
Eine ONG namens FairSquare hat die FIFA gebeten, Gianni Infantino für die Präsidentschaftswahl im März 2027 für untauglich zu erklären, da die Statuten die Präsidenten auf drei Amtszeiten beschränken, während das Gremium sich darauf vorbereitet, mit Infantino, 56, als einzigem erklärten Kandidaten abzustimmen.
Brief an FIFAs Governance-Body
Die britische ONG FairSquare sandte am 13. August einen Brief an das FIFA Governance-, Audit- und Compliance-Komitee, ein unabhängiges Organ, das The Athletic einsehen konnte. Der Brief bittet das Komitee, Infantino für die bevorstehende Abstimmung für untauglich zu erklären.
Das Argument von FairSquare beruht auf den FIFA-Statuten, die festlegen, dass keine Person mehr als drei präsidiale Mandate ausüben darf, ohne die Art dieser Mandate zu unterscheiden. Infantino strebt eine vierte Amtszeit an, was die NGO als Verstoß gegen diese Regel ansieht.
Die FIFA wird ihre Präsidentschaftswahl im März 2027 abhalten. Gianni Infantino, der aktuelle Präsident, ist der einzige Kandidat, der seine Kandidatur formell erklärt hat. Er ist 56 Jahre alt.
Die ONG schreibt: „Weder die FIFA-Statuten noch die FIFA-Governance-Regeln sehen vor, dass die Amtszeit eines Präsidenten verkürzt werden kann, weil sie nicht die maximalen vier Jahre erreicht hat“. Sie fügt hinzu: „Die Statuten besagen ausdrücklich, dass ‚niemand das Amt des Präsidenten länger als drei Amtszeiten ausüben darf‘, ohne irgendeine Unterscheidung hinsichtlich der Art dieser Amtszeiten zu machen.“
Weitere Gegenreaktion gegen Infantino
FairSquare warnt, dass die Zulassung einer vierten Amtszeit einen Präzedenzfall schaffen könnte, bei dem ein Präsident vorzeitige Wahlen manipuliert und unbegrenzt an der Macht bleibt. Sie stellt fest: „Angesichts der verschiedenen Machtmissbräuche von Herrn Infantino ist ein solches Szenario möglich“. Im Dezember forderte die ONG zudem eine Untersuchung der Vergabe des FIFA-Friedenspreises an Donald Trump. Inzwischen haben CONCACAF, die AFC und die UEFA öffentlich die Governance von Infantino infrage gestellt, wobei die UEFA als im offenen Krieg gegen ihn befindlich beschrieben wird.
Die Gegenüberstellung einer geplanten Wahl mit einem einzigen Kandidaten und einer organisierten Kampagne, seine Kandidatur zu blockieren, verdeutlicht einen wachsenden Governance-Konflikt innerhalb der FIFA und legt nahe, dass die Abstimmung im März 2027 aus Verfahrensgründen angefochten werden könnte.