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Bundesliga FRAUEN

Beachvolleyballer Montagnolli überwindet Hürden, Trainerinnen fördern

🇦🇹 Von 4AllFootball ·
Beachvolleyballer Montagnolli überwindet Hürden, Trainerinnen fördern

Während der Sport immer noch einen eklatanten Mangel an Frauen in Führungspositionen zeigt, startet die ehemalige Beachvolleyball‑Star Sara Montagnolli eine landesweite Kampagne, um dieses Bild zu ändern, indem sie etablierte Hürden überwindet, um mehr Trainerinnen in die Coaching‑Arena zu bringen.

Geringe weibliche Vertretung im Sport

Im Sport gibt es verhältnismäßig wenige Frauen in Führungspositionen, ein Fakt, der durch die Olympischen Winterspiele 2022 in China unterstrichen wird, bei denen nur zehn Prozent aller Trainerinnen weiblich waren, und durch die Frauen‑Fußball‑Weltmeisterschaft 2023, bei der lediglich zwölf Trainerinnen von zweiunddreißig teilnahmen.

35by32‑Projekt zielt auf Wandel

Der vom Sportministerium geförderte Initiative 35by32 will bis 2032 35 % der Führungspositionen im Sport mit Frauen besetzen; der Name selbst ist ein Programm, und es bietet bereits Workshops in jedem Bundesland, von Neusiedl am See bis Innsbruck, von Linz bis Pörtschach am Wörthersee.

Mehr als 50 Frauen haben bereits teilgenommen, und die Workshops sind darauf ausgelegt, Coaching‑Talente unabhängig von vorheriger Erfahrung zusammenzubringen und sie auf dem Weg zu Trainerinnen‑Rollen zu stärken, zunächst im (Beach‑)Volleyball, ihrem Metier.

Überwindung struktureller Hürden

Ex‑Beachvolleyballerin Sara Montagnolli, eine regelmäßige TV‑Expertin, erinnert sich an die Beachvolleyball‑WM im November, als 96 Teams antraten, aber nur vier Trainerinnen Frauen waren, und sagt: "Es sieht noch aus wie vor 20 Jahren. Früher war meine Logik: Männer waren früher professionell, deshalb gibt’s mehr Männer, die aufhören und Trainer werden. Aber nach 20 Jahren?"

Sie stellt fest, dass das Muster sich über Sportarten und Länder hinweg wiederholt, bezeichnet es als „systematischer Fehler“ und weist auf die Notwendigkeit mehr weiblicher Vorbilder hin, um Mädchen länger im Sport zu halten.

Familienverantwortungen, geringe Bezahlung und die mentale Belastung behindern ebenfalls den Fortschritt; Montagnolli erklärt, "Wenn Athletinnen ihre aktive Karriere beenden, werden sie manchmal Mamas und dann ist es in den nächsten Jahren schwierig, als Bundesliga‑Trainerin jedes Wochenende wegzufahren."

Strukturelle Probleme wie fehlende gezielte Übergänge von der Athletin zur Trainerin, von Männern dominierte Netzwerke und historische Arbeitsmodelle blockieren die Pipeline weiter, ein Punkt, den sie mit dem Beispiel von Eva Marko illustriert, die wöchentlich eine Cheftrainer‑Position mit einem Mann teilt.

Montagnolli selbst kombiniert eine Rolle als Performance‑ und Mindset‑Coach in einem niederländischen Topsport‑Programm, und zusammen mit Katja Stam und Raïsa Schoon gewann sie das Elite16‑Turnier im August in Rio.

Die nächsten Workshops sind für den 21./22. August in Baden, den 4./5. September in Schladming und das Finale am 11./12. September in Kitz‑Bühl geplant, was signalisiert, dass das Pilotprojekt über Volleyball und Österreich hinaus expandieren könnte.

Indem Montagnolli die tief verwurzelte Knappheit von Frauen in Führungspositionen den konkreten Schritten des Projekts 35by32 gegenüberstellt, zeigt sie, dass die Lücke nicht unvermeidlich ist; sie kann verringert werden, wenn die identifizierten Hürden systematisch gelockert werden.

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