WM
Argentiniens Banner entfacht politische Debatte nach WM-Finale
Am Mittwoch traf Argentinien auf England im WM-Finale im Mercedes‑Benz-Stadion in Atlanta, wo ein dramatischer 2:1‑Rückstand die argentinischen Spieler ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas Son Argentinas“ hochhielten und damit Sport sofort mit dem historischen Falklandkrieg und dem Spiel verknüpften.
Die Rivalität zwischen den beiden Nationen reicht weit über das Spielfeld hinaus und ist in einem jahrhundertealten Streit um Inseln vor der südlichen argentinischen Küste verwurzelt, der 1982 im Falklandkrieg eskalierte – ein 74 Tage dauernder Konflikt, bei dem 649 Argentinier, 255 britische Soldaten und drei Inselbewohner ihr Leben verloren.
Nach dem entscheidenden Ansturm in der zweiten Halbzeit, der das Defizit in einen 2:1‑Sieg verwandelte, machte die argentinische Mannschaft aus ihrer Feier eine politische Aussage. Fans im argentinischen Sektor hielten zunächst das Banner, und als der Schlusspfiff ertönte, griffen mehrere Spieler danach zu.
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Mittelfeldspieler Giovani Lo Celso schien das Tuch zuerst zu entrollen und hielt es zusammen mit Verteidiger Nicolás Otamendi. Als die Feier zur Grundlinie wanderte, stand praktisch die gesamte Mannschaft hinter dem Banner und verwandelte den Moment in eine kollektive Inszenierung. Argentinien‑Trainer Lionel Scaloni spielte vor dem Spiel jede politische Verbindung herunter und sagte: „Die beiden zu vermischen, wäre verrückt.“ Seine Bemerkung kam am Tag des Finales und betonte den Wunsch, Sport von der Geschichte zu trennen.FIFA dehnt die Halbzeit für Sternen‑Show, bricht eigene Regel
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