Nations League
Zawieschitzky folgt Zeman – glänzt im Nations-League-Debüt
Im Stadion von Wien, am Sonntagabend, trat der 19‑jährige Tiroler Christian Zawieschitzky sein erstes Spiel für die österreichische Nationalmannschaft an und hielt ein überzeugendes 3:1 gegen den Kosovo im Nations‑League, womit er zum jüngsten ÖFB‑Goalie seit Walter Zeman wurde und zeigte sofort sein großes Talent.
Rangnick würdigt das junge Talent
Ralf Rangnick, Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft, lobte den 19‑jährigen Zawieschitzky nach seinem Debüt. „Wir wussten, was für ein großes Talent da heranwächst“, sagte er im ORF‑Interview. Rangnick betonte, dass er den jungen Torhüter bereits seit einem Jahr kenne, nachdem ihm Assistenztrainer Onur Cinel von dessen Leistungen berichtet hatte.
Zawieschitzky selbst beschrieb das Erlebnis als sehr aufregend und gab zu, dass er ein wenig Gänsehaut bekam. „Es ist schon etwas Gutes, aber es bringt mich nicht weiter“, erklärte er, und fügte hinzu, dass er nicht nervös gewesen sei. Er betonte zudem, dass er nicht brutal nervös sei und die Mannschaft ihn herzlich aufgenommen habe, besonders die jüngeren Spieler wie Nikolas Veratschnig.
Der Weg zum Nationalteam
Vor einem Jahr hatte er bei der Club‑Weltmeisterschaft in den USA für Alexander Schlager mit spektakulären Paraden Aufmerksamkeit erregt. Seit dieser Saison ist er Nummer eins beim Red Bull Salzburg und erhielt damit die Chance, für das ÖFB‑Team zu spielen.
Mit 19 Jahren wurde er zum jüngsten ÖFB‑Goalie seit Walter Zeman, der 1945 bei seiner Premiere im Alter von 18 Jahren sein Debüt gab – ein Unterschied von 81 Jahren. Der 192 cm große Torhüter beeindruckte zudem durch seine Präsenz und Aura im Spiel gegen den Kosovo. Nach der Pause zeigte er weitere Paraden, die seinen Eindruck bestätigten, und scherzte, er habe den Ball unter seinem Leiberl versteckt, wobei er versprach, die „Mama“ dafür zu erhalten.
Noch vor wenigen Monaten saß Zawieschitzky als Zuschauer im Stadion, bevor er im gleichen Jahr selbst zwischen den Pfosten stand. Der Tiroler begann seine Laufbahn in Kundl, wechselte 2020 von Wacker Innsbruck nach Salzburg und fühlt sich nun besonders geehrt. Er äußerte Erleichterung über den Sieg, bemängelte jedoch das gegnerische Tor, das ihn etwas störte.
Zukunftsperspektiven und Nations‑League‑Erfolg
Nach dem Spiel soll Zawieschitzky das A‑Team verlassen und zur U21‑Mannschaft für die EM‑Qualifikation wechseln. Lukas Jungwirth, der aktuelle LASK‑Torhüter, könnte dafür im Spiel gegen Irland oder Kosovo sein Debüt geben, wobei Florian Wiegele und Alexander Schlager als weitere Optionen genannt wurden. Rangnick ließ offen, ob am Donnerstag ein dritter Torhüter eingesetzt wird und ob alle vier Kandidaten im vierten Spiel zum Einsatz kommen könnten. Georg Hochmuth von der APA dokumentierte die Aussagen von Rangnick.
Österreich bleibt in der Nations‑League auf Erfolgskurs und blickt optimistisch auf die kommenden Partien. Die positive Entwicklung des jungen Torhüters wird als wichtiger Baustein für die Zukunft des Nationalteams gesehen.