Nations League
Zahnarzt Irland-Coach Hallgrimsson will Österreich in Dublin prüfen
Der Zahnarzt Irland-Coach Heimir Hallgrimsson führt die irische Nationalmannschaft in Dublin an, wo das ÖFB-Team als Favorit gilt. Österreich steht auf Platz 22 der Weltrangliste, die Iren auf Platz 55, und die Österreicher planen die nächsten drei Punkte in der Nations League.
Bilanz und lange Durststrecke
Die Gesamtbilanz der Österreicher in der Nations League spricht für sie: von 16 Begegnungen konnten sie neun Siege verbuchen. Dennoch mahnt die Historie: Der letzte Sieg auf irischem Boden liegt über 31 Jahre zurück.
Frühere Begegnungen in Dublin
Am 11. Juni 1995 besiegte Österreich die Iren mit 3:1, wobei Toni Polster zweimal traf und Andreas Ogris das dritte Tor beisteuerte, unter der Leitung des damaligen Teamchefs Herbert Prohaska.
Am selben Tag triumphierte der Österreicher Thomas Muster in Paris bei den French Open. Seitdem trafen die Teams zweimal im Aviva Stadium in Dublin, zuletzt am Donnerstag.
Im Jahr 2013 erzielte David Alaba einen späten Treffer, der zu einem 2:2‑Unentschieden führte, und im Juni 2017 endete das Duell 1:1.
Hallgrimsson: Hintergrund und aktuelle Aussagen
Die irische Mannschaft startete die Nations League mit einer 0:1‑Niederlage gegen den Kosovo, konnte jedoch zuletzt einen klaren 3:0‑Sieg über Israel einfahren. Gegen Österreich behalten die „Boys in Green“ noch einen Joker auf der Bank.
Heimir Hallgrimsson, seit Sommer 2024 irischer Coach, hat bereits einmal Österreich besiegt, als er 2016 gemeinsam mit Lars Lagerbäck das isländische Team zum 2:1‑Sieg über die Österreicher führte. Der gelernte Zahnarzt war zuvor Trainer in Katar und Teamchef von Jamaika.
Letzte Woche äußerte Hallgrimsson vor dem 3:0‑Erfolg gegen Israel: „Wir spielen nicht mit Genozid, wir spielen gegen Genozid.“ Zu den bekanntesten Iren zählen Torwart Caoimhin Kelleher, jetzt bei Brentford neben Jannik Schuster, die Verteidiger Dara O'Shea (Ipswich Town) und Jake O'Brien (Everton) sowie Stürmer Troy Parrott, der seit dem Sommer für Betis Sevilla spielt.
Für Irland steht viel auf dem Spiel: Seit der EM 2016 haben sie sich für kein Großereignis mehr qualifiziert, und als Mitgastgeber der EM 2028 ist ihr Ticket noch nicht gesichert. Alle vier Gastgeber – Irland, England, Schottland und Wales – nehmen am kommenden EM‑Qualifikationszyklus teil; sollten nicht alle automatisch qualifizieren, erhalten die beiden bestplatzierten nicht‑qualifizierten Gastgeber maximal zwei Ersatzplätze.