Nations League
Wöber kehrt nach Verletzungsserie zur Nations League zurück
Im abgelegenen Teamcamp in Windischgarsten steht Maximilian Wöber im Mittelpunkt, als er nach einer langen Leidenszeit von drei Verletzungen sein Comeback verkündet. Der 28‑jährige betont, er fühle sich zu hundert Prozent fit und sei bereit für die bevorstehenden Nations‑League‑Spiele der österreichischen Nationalmannschaft.
Drei Verletzungen, ein langer Weg
Wöber litt an Muskelverletzungen im Oberschenkel, an der Wade und am Abduktor. Diese drei Ausfälle ließen ihn praktisch die gesamte letzte Saison sowie die Fußball‑Weltmeisterschaft in Nordamerika verpassen. Ohne regelmäßiges Training war die Frage, ob sein Körper das Niveau noch tragen könne, allgegenwärtig.
Besonders bitter war die Verletzung am 9. Mai gegen Hoffenheim, als er kurz nach seiner Einwechslung beim Einwurf einen stechenden Schmerz spürte. Der Vorfall besiegelte für ihn das Aus für die WM, da er sofort wusste, dass er nicht mehr einsatzfähig sein würde.
Die ärztliche Diagnose bestätigte, dass er erst knapp für die ersten WM‑Spiele wieder fit gewesen wäre. „Dann haben der Teamchef und ich gesagt, es macht keinen Sinn“, erklärte der 28‑jährige Verteidiger. In dieser Zeit war die mentale Belastung groß, doch jetzt sei die „Zeit“ für ein neues Kapitel gekommen.
Wöber erinnert sich an die vielen Tränen, die nach dem geplatzten WM‑Traum flossen, und betont, dass die negativen Gedanken nun verschwunden seien. „Das ist Fußball“, sagte er, „und deshalb bin ich umso glücklicher, dass die Zeit vorbei ist.“ Der Name Daniela wird im Originaltext erwähnt. Wie er selbst sagt, war das ein harter Moment.
Schalke‑Medical und neues Selbstvertrauen
Die medizinische Abteilung von Schalke habe laut Wöber maßgeblich zu seiner Genesung beigetragen. „Ich bin super aufgebaut worden, kann jetzt voll angreifen und muss mir keine Sorgen mehr machen, ob ich zu viel oder zu wenig trainiere“, erklärte er. Das intensive Training habe ihm das Vertrauen zurückgegeben.
In der ÖFB‑Nationalmannschaft hat Wöber bisher vier Einsätze als Wechselspieler absolviert und ein Tor gegen Union Berlin erzielt. Sein 31. und bislang letztes Länderspiel fand im Juni 2025 bei einem 2:1‑Sieg in Wien gegen Rumänien statt. Seitdem haben sich im Kader Spieler wie David Alaba, Marko Arnautović, Marcel Sabitzer, Christoph Baumgartner und Konrad Laimer verabschiedet.
Wöber sieht in den verbleibenden erfahrenen Spielern die Verantwortung, die Lücke zu schließen. „Seit Marko nicht mehr da ist, ist es am Esstisch ruhiger und es reden mehr Leute, nicht nur er“, scherzte er. Das Comeback gebe ihm die Möglichkeit, diese Führungsrolle zu übernehmen.
Nations‑League‑Aufgaben und Ausblick
Die bevorstehenden Nations‑League‑Partien verlangen schnelle Rückkehr zur alten Stärke. Am Donnerstag trifft Österreich in Linz um 20:45 Uhr auf Israel, am Sonntag um 18:00 Uhr in Wien auf den Kosovo, beide Spiele live auf ORF 1. Wöber betont, dass Intensität, Mentalität und die richtige Einstellung entscheidend seien.
Ein zweistündiges Training am Dienstag wurde von Wöber als „brutales, intensives Training“ beschrieben. „Es war ein brutales, intensives Training“, wiederholte er, während das gesamte Team bereits eine Analyse der WM‑Leistungen durchgeführt habe. Die Mannschaft habe gemeinsam besprochen, wo sie ansetzen müsse.