Europa League
Wie Rapid trotz Transferhektik zum Liga-Schlager nach Salzburg fährt
Um diesen Artikel hören zu können, benötigen Sie ein KURIER Abo. Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen. Turbulente Tage bei einigen Vereinen prägen das aktuelle Transferfenster, während wichtige Spiele anstehen. Nach der verpassten Ligaphase in der Conference League besteht Handlungsbedarf im Kader. Spiele in der Liga entscheiden über den Aufstieg.
Transferentscheidungen bei Rapid
„Ja, Dahl sitzt im Bus und wird in Salzburg spielen“, erklärte Sportdirektor Markus Katzer, als er die offene Frage nach den Mannschaftsstützen beantwortete. „Es gab ein offizielles Angebot, mit dem wir uns beschäftigt haben. Wir werden diesen Transfer aber nicht machen“, bekräftigte er.
Es verdeutlicht, wie schnell die Kaderplanung voranschreitet. Tobias Gulliksen (Kocaelispor) und Romeo Amane (Anderlecht) erhielten die Freigaben und absolvierten am Dienstag die Medizinchecks bei ihren neuen Klubs. Die Leihe des Norwegers nach Türkei ist seit Dienstag 17 Uhr offiziell, während Amane nach Belgien verkauft wird. Laut belgischen Medien wird eine Ablösesumme von fünf Millionen Euro plus Boni erwartet, wobei die endgültige Beteiligung Rapid‑s von vertraglichen Klauseln abhängt. Diese beiden Fälle zeigen die anstehenden Abgänge im Kader.
Katzer nannte zudem weitere mögliche Abgänge, weil einige Spieler nicht genug Einsatzzeit erhalten: Furkan Demir, Andrija Radulovic und Ange Ahoussou könnten das Haus vor dem Ende des Transferfensters verlassen.
Über den Einsatz des verletzten Jannes Horn am Mittwoch wird noch entschieden. Trainer Johannes Hoff Thorup könnte dafür den Stürmer Claudy Mbuyi zurückholen, der seit Mitte Dezember wegen einer Meniskusverletzung nicht gespielt hat. „Er wird am Mittwoch oder am Samstag gegen Klagenfurt Einsatzminuten erhalten“, bestätigte der Trainer.
Ein weiteres Argument ist die klare Siegesserie. Die Mannschaft zeigt damit, dass sie trotz Personalengpässen stark bleibt. Trotz der unsicheren Kadersituation fährt Trainer Johannes Hoff Thorup mit viel Selbstsicherheit nach Salzburg. Im Duell der ungeschlagenen Teams am Mittwoch entscheidet das Spiel um den ersten Tabellenplatz. Rapid hat bisher vier Bundesliga‑Spiele gewonnen, zuletzt am Sonntag mit 3:1 gegen Sturm Graz.
Salzburgs Trainer Danny Röhl bezeichnete Rapid als Außenseiter, weil die Österreicher mit einer weißen Weste nach Salzburg kommen. „Im Vergleich zur letzten Saison haben wir zu Hause noch viel zu tun“, sagte der Deutsche. Nach Remisen gegen Pafos (1:1) und den WAC (3:3) hat Salzburg nur Siege eingefahren und den Einzug in die Europa League gesichert.