WM
Verbände fordern Transparenz nach Infantino, der WM-Verkauf fallen lässt
Am Samstag haben der Deutsche Fußball‑Bund (DFB) und Englands FA die FIFA‑Präsident Gianni Infantino öffentlich gerügt, nachdem er seinen Vorschlag zurückgezogen hatte, die Rechte an der Weltmeisterschaft (Coupe) an private Investoren zu verkaufen. Sie werfen ihm unverantwortliches Handeln vor und fordern mehr Transparenz von dem globalen Dachverband.
Das zurückgezogene Projekt hatte zum Ziel, internationale Wettbewerbe, insbesondere die Weltmeisterschaft, privaten Investoren zu öffnen – ein Plan, den Infantino später aufgab.
Bernd Neuendorf, Präsident des Deutschen Fußball‑Verbands (Fédération), sagte gegenüber der AFP, Infantino habe „unverantwortlich gehandelt“ und „einseitig, ohne Transparenz agiert“, und fügte hinzu, dass das Vorgehen „im Hinblick auf die Interessen des Fußballs unverantwortlich“ sei.
Neuendorf forderte zudem eine „vollständige Untersuchung“ der Projektentwicklung und verlangte einen „grundlegenden Kulturwandel“ innerhalb der FIFA, um das Vertrauen wiederherzustellen.
Die englische FA reagierte, indem sie zu einer „gründlichen und rigorosen Prüfung der Ausrichtung und Governance der FIFA“ aufrief, um sicherzustellen, dass der globale Fußball transparent verwaltet wird.
Die FA bekräftigte ihre Haltung auf ihrem offiziellen X‑Account und erklärte: „Wir unterstützen die Position der UEFA voll und ganz“ und betonte die Notwendigkeit einer von Mitgliedern geführten Entscheidungsfindung.
Der französische FA‑Präsident Philippe Diallo bezeichnete den Vorschlag als „beunruhigend“ und wies darauf hin, dass Frankreich die Weltmeisterschaften 2038 oder 2042 im Visier hat, während er hervorhob, dass der DFB und die FA zu den 55 UEFA‑Mitgliedern gehören, die gegen den Plan stehen.
Sowohl der DFB als auch die FA unterstützen den Aufruf der UEFA zu einer anderen Kultur bei der FIFA, in der Entscheidungen von Mitgliedern innerhalb der Verbände diskutiert und getroffen werden.
Die Kritik, hervorgehoben von Icon Sport und FifaAujourd'hui, unterstreicht die wachsende Forderung nach Rechenschaftspflicht und kultureller Reform in der globalen Fußballverwaltung.