WM
Zidane blüht auf, während Klopp nach dem WM-Umbruch zu kämpfen hat
Zwei ehemalige Weltmeister sitzen jetzt an den entgegengesetzten Enden der nach‑WM‑Trainerleiter: Zinedine Zidanes genießt einen schwungvollen Start mit Frankreich, während Jürgen Klopps zögerliche Premiere mit Deutschland erlebt. Beide kamen nach den enttäuschenden Ausgängen ihrer Nationen, aber die Reaktionen von Medien und Fans könnten nicht unterschiedlicher sein.
Klopps unbequeme Erstaufnahme
Bob Faesen Voetbal berichtete um 20:38, dass Deutschlands „Die Mannschaft“ nach einem schwachen WM-Ausstieg gegen Paraguay einen Elektroschock brauchte. Klopp, 59, verteilte diesen Schock, indem er einen massiven 44‑Spieler‑Kader präsentierte, aufgeteilt in zwei gleich große Gruppen für Nations League‑Spiele. Die Deutschen holten nur einen Punkt aus sechs gegen Griechenland und nur einen einzigen Sieg über Serbien, wodurch sie den dritten Platz in einer Gruppe mit den Niederlanden und Griechenland belegten.
Deutsche Boulevardzeitungen beschrieben den Start als „stockend“, lobten jedoch das „Flair, starkes Gegenpressing“ und „viele gute Chancen“ und bemerkten nur ein fehlendes Tor. Klopp wies später die politische Kritik zurück und sagte in den sozialen Medien, er habe „wenig Zeit für Dummheiten“ und wolle nicht zulassen, dass die Nationalflagge zum Symbol für die rechtsextreme AfD wird.
Zidanes blühende Amtszeit
Im Gegensatz dazu hat Zidane, 54, seit seiner Übernahme von Frankreich drei Siege – zwei gegen Belgien – und ein Unentschieden erzielt. Französische Medien, L’Équipe und Le Parisien, lobten sein „taktisches Meisterstück“ und hoben die Tiefe seines Talentpools hervor, wobei sie die Debütanten Estéban Lepaul und Guillaume Restes hervorhoben.
Belgien, unter Mark van Bommel, erhielt allgemein positive Kritik, doch der Artikel fragt, wie andere Top‑Nationen nach Trainerwechsel abgeschnitten haben. Während Belgiens neuer Trainer nicht im Fokus steht, stellt das Stück fest, dass Xavi, 46, Ronald Koeman in den Niederlanden nachfolgte, um nach einem desaströsen WM-Ausstieg gegen Marokko attraktiven Fußball wiederherzustellen.
Xavis niederländische Mannschaft hat acht Punkte aus zwölf erzielt und führt ihre Gruppe an, doch der Trainer gibt zu, dass der Kader nicht die weltbesten Spieler enthält. Er experimentierte mit einer 4‑3‑4‑Formation, setzte Teun Koopmeiners als Innenverteidiger ein und gab Ruben van Bommel, Mexx Meerdink und Gjivai Zechiël ihr Debüt, während die Veteranen Memphis Depay und Wout Weghorst außen vor blieben.
Die deutsche Abwehr bleibt ein Problem, obwohl Virgil van Dijk, Micky van de Ven und Jurriën Timber im Kader sind; sie haben zwölf Spiele ohne Nulltore bestritten – eine Statistik, die aus der Koeman‑Ära unverändert bleibt. Gleichzeitig stellte die niederländische Presse Xavis begrenztes Englisch als überraschende Stärke fest, das ihm ermöglicht, die niederländische Direktheit zu verstehen, während er seine Karten eng hält.
Insgesamt zeigen die gegensätzlichen Schicksale von Zidane und Klopp, wie dieselbe nach‑WM‑Transition entweder Applaus oder kritische Prüfung hervorrufen kann, abhängig von den frühen Ergebnissen, dem Medienton und dem politischen Hintergrund, der jede Nationalmannschaft umgibt.