Urbig wird ab Sommer Stammtorhüter – Hoeneß weist Kahn‑Kritik zurück
Der FC Bayern München hat offiziell bestätigt, dass Jonas Urbig ab dem kommenden Sommer die Nachfolge von Manuel Neuer als Stammtorhüter in der Säbener Straße antreten soll. Der Ehrenpräsident Uli Hoeneß betont, dass er keinerlei Zweifel an der Entscheidung habe und Urbig die Chance verdient habe.
Urbig soll ab Sommer Neuer ablösen
Der Plan sieht vor, dass der 23‑jährige DFB‑Keeper bereits jetzt in geteilter Spielzeit eingesetzt wird, um ihn schrittweise an die Verantwortung zu gewöhnen. In der laufenden Saison soll Urbig vermehrt in wichtigen Spielen, etwa in der Champions League, den Vorzug erhalten.
Durch die gesteigerte Einsatzhäufigkeit erhofft man sich, dass der junge Torhüter große Nächte in europäischen Wettbewerben erleben kann. Der Club will ihm damit die nötige Erfahrung für die volle Übernahme im nächsten Jahr geben.
Debatte um Urbig: Kahn kritisiert, Hoeneß verteidigt
Die Idee stößt jedoch nicht bei allen Experten auf Zustimmung. Bayern‑Legende Oliver Kahn, 57, äußerte bei Sky‑Talk „Triple – der Hagedorn Fußballtalk“ seine Skepsis: „Ich möchte das sehen, in dem Moment, in dem er die volle Verantwortung als Nummer eins trägt. Das ist etwas komplett anderes.“
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Uli Hoeneß reagierte am Sonntag gegenüber der Welt und erklärte, er habe „überhaupt keine Zweifel“ an Urbigs Nachfolge. Er fügte hinzu: „Es ist eine sehr kluge Entscheidung. Jonas Urbig wird diese Chance kriegen. Darauf sind alle beim FC Bayern eingestellt.“
Der 74‑jährige Ehrenpräsident wies zudem das Argument zurück, Bayern müsse für 50 Millionen Euro einen erfahrenen Torhüter kaufen, weil Urbig noch zu wenig internationale Erfahrung habe. „Auf keinen Fall“, betonte Hoeneß, und sah das Argument als unbegründet an.
Urbig bisherige Einsätze und Ausblick
In der laufenden Spielzeit hat Urbig bislang vier Pflichtspieleinsätze in der Saison 2026/27 absolviert und dabei sechs Gegentreffer kassiert. Er hat noch keinen vollständigen Einsatz über 90 Minuten ohne Gegentor geschafft, wobei die Schuld laut Clubstatistik eher bei den Verteidigern liegt.
Trotz dieser Zahlen bleibt Hoeneß überzeugt, dass Urbig sich sportlich und charakterlich bewährt hat und in der kommenden Saison die Chance erhält, sich als Nummer eins zu etablieren. Der Club bereitet ihn bereits jetzt intensiv auf die Verantwortung vor, sodass er künftig auch in entscheidenden Champions‑League‑Abenden zum Einsatz kommen könnte.