Nations League
Tami verschiebt Abschied, weil Nations League Vorrang hat
Während Pierluigi Tami ursprünglich nach sieben Jahren Engagement beim Schweizerischen Fußballverband seine Fußball‑Pension genießen wollte, bleibt er bis zum Abschluss der laufenden Nations‑League‑Kampagne im Amt, um das Causa Xhaka vorerst ad acta zu legen. Die Entscheidung folgt dem Wunsch des Schweizerischen Fussballverbands, die Mannschaft im anstehenden Turnier zu stabilisieren.
Verzögerter Abschied
Nach der Weltmeisterschaft im Sommer endete das siebenjährige Engagement von Pierluigi Tami beim SFV, und er hatte bereits seine (zumindest vorübergehende) Fußball‑Pension geplant. Der Nati‑Direktor wollte sich zurückziehen und die sportliche Verantwortung abgeben.
Auf Wunsch des Schweizerischen Fussballverbands hat sich Tami jedoch bereit erklärt, seinen endgültigen Abschied bis zum Ende der anstehenden Nations‑League‑Kampagne hinauszuschieben. Damit bleibt er bis zum Abschluss der Turnierphase im Amt.
Fokus auf die Nations League
Bei einer Medienkonferenz am Montag in Belek beantwortete Tami Fragen zum Fall Granit Xhaka. Er betonte, dass er nicht enttäuscht sei, weil jeder Fehler mache, und hob hervor, dass Xhaka sofort Verantwortung für sein Handeln übernommen habe.
Tami erklärte weiter, dass Xhakas Vergehen ein rein privater Entscheid sei und dass beim SFV zu keinem Zeitpunkt ein Impf‑Obligatorium bestanden habe; es gebe lediglich eine Empfehlung. Er bedauerte den Vorfall, sah aber keinen Grund, das Thema weiter zu verfolgen.
Der Nati‑Direktor stellte klar, dass das Thema in den letzten Tagen Priorität gehabt habe, nun aber erledigt sei – für den Moment. Er forderte, den Fokus wieder auf das Sportliche zu legen, da Trainer Murat Yakin mit einer intensiven Phase von vier Spielen in elf Tagen konfrontiert sei.
Die Schweiz strebt in der Nations League den Wiederaufstieg in Liga A an und müsse dafür auch ohne ihren Kapitän funktionieren. Tami sieht das Fehlen von Xhaka als Chance für andere Spieler und betont, dass das Team bereits bewiesen habe, ohne die stärksten Individualisten gute Resultate zu erzielen.
Die Nations‑League‑Kampagne soll zudem als optimale Vorbereitung für die EM‑Qualifikation im März 2027 dienen. Laut Urs Flüeler gibt es weitere erfahrene Spieler, die die jungen Nationalspieler begleiten können.