Europa League
Sturm Graz trotzt Favoriten Rennes mit hartem Punkt
Im vollen Stadion Graz-Liebenau, das 13.109 Zuschauer fasste, sicherte sich der österreichische Vizemeister SK Sturm Graz am Mittwochabend einen Punkt gegen den französischen Ligue‑1‑Drittplatzierten Stade Rennes im Auftakt der UEFA‑Europa‑League‑Ligaphase. Beide Teams zeigten von Beginn an hohen Einsatz, während das heimische Publikum lautstark unterstützte.
Aufstellung und taktische Vorgaben
Trainer Fabio Ingolitsch stellte eine Dreier‑ beziehungsweise Fünferkette auf, die Rennes von Beginn an vor Probleme stellte. Laut Clubangaben wurde Otar Kiteischwili aus Gründen der Belastungssteuerung nicht in den Kader berufen, während der angeschlagene Jon Gorenc Stankovic zunächst auf der Bank Platz nahm. Die Startelf von Sturm Graz bestand aus Danijl Chudjakow im Tor, einer Abwehrreihe mit Vallci, Quarshi und Koller sowie einem Mittelfeld um Heil, Weinhandl und Matoshi, unterstützt von Balbo im Angriff.
Frühe Chancen und verpasste Tore
In der achten Minute jubelte Rennes nach einem Eckball bereits über die vermeintliche Führung, doch das Tor von Adrien Thomasson wurde wegen Handspiels zurückgenommen. Fünf Minuten später schoss Ligue‑1‑Torschützenkönig der Vorsaison Adrien Lepaul aus guter Position über das Tor, worauf Chudjakow nach einer halben Stunde mit einer Fußabwehr den Abschluss des Stürmers vereitelte. Beide Mannschaften erzeugten weitere Chancen, doch die Defensive von Sturm hielt stand.
Spannung bis zum Schluss
Vor der Pause gelang Sturm Graz die beste Phase. Nach einer Freistoßflanke von Jürgen Heil und einer Kopfballvorlage von Joshua Quarshi köpfelte Paul Koller zum Treffer, doch das Tor wurde wegen einer vorherigen Abseitsstellung von Jacob Hödl, der einen Gegenspieler blockte, nicht anerkannt (34. Minute). Kurz darauf versuchte Luca Weinhandl einen harmlosen Abschluss (38. Minute), ohne Erfolg.
Nach dem Anpfiff der zweiten Halbzeit hatte Sturm die erste Chance: Jacob Hödl schoss, wodurch Rennes‑Torhüter Brice Samba sich strecken musste (57. Minute). Rennes drängte erneut, doch Chudjakow parierte sowohl den Schuss von Lepaul als auch den Nachschuss von Ludovic Blas (61. Minute).
Die Franzosen dominierten das Spiel weiter, bis Mahdi Camara in der 74. Minute einen Schuss auf das Tor abfeuerte, während Bryan Reynolds aus kurzer Distanz am 78. Minute verfehlte. Trotz des Drucks blieb das Ergebnis unverändert, da Sturm keine klaren Torchancen mehr verwerten konnte.
Sturm zeigte zuletzt Eigeninitiative: Simon Seidl erhielt nach einer sehenswerten Vorlage von Filip Rozga einen Schuss aufs kurze Eck, den Brice Samba parieren musste (84. Minute). Das Finale blieb torlos, obwohl das Sturm‑Finish im Zeichen der Gäste stand.
Der Spielleiter war SR Lukjancukas aus Litauen, und Gelbe Karten wurden an Balbo, Gorenc Stankovic und Trainer Ingolitsch vergeben. Parallel dazu starteten die ÖFB‑Verteidiger Kevin Danso und Felix Bacher am Mittwoch mit Siegen in die Europa‑League‑Ligaphase für ihre jeweiligen Clubs.