Europa League
Sturm Graz nutzt LASK‑Sieg, doch Rennes‑Remis bremst Schwung
Sturm Graz bestätigte am Mittwoch in der Europa League seinen Aufwärtstrend, indem das jüngste Team der Liga mit einem Durchschnittsalter von 22,9 Jahren ein torloses Remis gegen den französischen Topclub Stade Rennes erzielte – ein Ergebnis, das Coach Fabio Ingolitsch trotz fehlendem „Lucky Punch“ als wichtigen Moralboost bezeichnet.
Erfolgreicher Sieg gegen LASK
Nur wenige Tage zuvor hatte Sturm Graz den Doppelgewinner LASK mit 2:1 besiegt, ein Ergebnis, das den Aufwärtstrend des Steirers einleitete. Erwin Scheriau von APA betonte, dass dieser Erfolg das Selbstvertrauen der Mannschaft stärkte.
Die aktuelle Auswahl ist mit einem Durchschnittsalter von 22,9 Jahren die jüngste in der Ligaphase der Europa League. Coach Fabio Ingolitsch lobte die „junge, hungrige Truppe“, die über das gesamte Feld man‑zu‑Mann verteidigte. Das Team zeigte trotz Unerfahrenheit Kampfgeist, obwohl es in der französischen Ligue 1 spielerisch unterlegen war.
Enttäuschung über verpasste Punkte
Ingolitsch bedauerte, dass das „Lucky Punch“ nicht gelang und äußerte: „Wie wir mutig waren, wie wir das Momentum in der Schlussphase auf unserer Seite hatten … dann ist es ein bisschen schade, dass man keinen Heimsieg über die Linie bringt.“ Er betonte, dass drei Punkte durchaus möglich gewesen wären.
Trotz zahlreicher Chancen blieb das Spiel torlos. In der 30. Minute sah es nach einem 1:0 aus, als Paul Koller traf, doch das Tor wurde wegen eines vorherigen Abseits von Jacob Hödl aberkannt. Ingolitsch kommentierte: „Regulativ gesehen ist das schwierig einzuordnen.“
Trend bei Standardsituationen
Der Coach verwies auf Arsenal, das in der vergangenen Saison bei Standardsituationen durch Blocken sehr erfolgreich war. Er erklärte, dass die Schiedsrichter versuchen, diesem Trend entgegenzuwirken, und dass Sturm seine offensiven Abläufe anpassen müsse.
Die Aufstellung war nicht in Bestbesetzung: Jon Gorenc Stankovic kam erst im Schluss, Albert Vallci musste zur Halbzeit das Feld verlassen, Seedy Jatta ist verletzt und Otar Kiteischwili wurde aus Belastungsgründen ausgewechselt. Ingolitsch sagte: „Wenn ich mir denke, wie viel Potenzial wir momentan noch gar nicht ausschöpfen können, weil sie nicht da sind, macht das schon Lust auf mehr.“
Ausblick auf kommende Duelle
Goalkeeper Danijl Chudjakow, 22, wurde vom Trainer zum Mann des Spiels gekürt und wird gegen Red Bull Salzburg am Sonntag sowie gegen Bournemouth am 15. Oktober gefordert sein. Marco Rose, ehemaliger Trainer aus Salzburg‑Zeiten, führt den Premier‑League‑Gegner, und Ingolitsch bezeichnet ihn als „supercoolen Typ“. Das Team blickt optimistisch auf die bevorstehenden Herausforderungen.