Saïd EL Mala rettet Köln im Derby und beendet gefährliche Lage
Am Sonntagnachmittag, als heftige Ausschreitungen mit mehreren Verletzten die Stadt überschatteten, feierte Saïd El Mala sein Siegtor im 2:1‑Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach, das den 1. FC Köln aus einer gefährlichen Lage befreite. Der junge Stürmer, der zuvor im Gladbacher Nachwuchsleistungszentrum aussortiert wurde, ließ die jubelnde Menge im RheinEnergieStadion aufhorchen.
Der Sieg im Derby
Saïd El Mala traf das entscheidende Tor im 2:1‑Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach und ließ die Menge im RheinEnergieStadion jubeln. Der Fanliebling El Mala ließ sich für seinen Volltreffer feiern. „Es fühlt sich einfach unfassbar geil an, die Punkte bei uns zu lassen“, sagte er nach dem Treffer. Er erklärte weiter, dass er noch nie so stark auf ein Spiel gebrannt habe.
Der 20‑jährige Stürmer, der als Teenager im Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Mönchengladbach aussortiert wurde, sah im Derby eine persönliche Rache. „Jedes Tor in der Bundesliga ist ein schönes Gefühl“, betonte El Mala, „aber im Derby gegen den Ex‑Verein gibt es Schlimmeres.“
Im Spiel selbst zeigte er jedoch Ungenauigkeiten: Er vergab mehrere Chancen und schoss schließlich selbst, statt den Mitspieler Marius Bülter zu bedienen, der das leere Tor hätte treffen können. Der Schuss traf den Körper von Gladbacher Verteidiger Jan Leszczynski.
Mit dem Sieg befreite sich der 1. FC Köln aus einer gefährlichen Lage, die auch die weitere Zusammenarbeit mit Trainer René Wagner betraf. Durch das Ergebnis ist Wagner für einige Tage aus der Schusslinie genommen.
Sommergerüchte und Klopp‑Statement
Im Sommer wollte El Mala zum BVB wechseln, um vom Abstiegskampf in die Champions‑League zu kommen. Jürgen Klopp musste klarstellen, dass er den Wechsel nicht empfohlen habe und dass das Talent dem BVB zu teuer sei.
Nachdem klar war, dass er in Köln bleibt, erhielt er das Trikot mit der Nummer zehn, das einst Lukas Podolski und Wolfgang Overath trugen. Die Fans huldigen ihm bereits als „Fußballgott“, doch seine Berufung in den Nationalmannschaftskader blieb ohne Startauftritt, was viele Kölner entsetzte.
El Mala betonte nach dem Spiel, dass er den Kopf nicht in den Sand stecke und weiterkämpfe. Er erinnerte daran, dass er seit dem Tor am ersten Spieltag gegen Hoffenheim nicht mehr an einem Treffer beteiligt war, und sah den Moment als wichtigen Wendepunkt seiner jungen Karriere.