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Axel Kahn kritisiert FC Bayern München nach dem Abgang von Oliver Kahn

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Axel Kahn kritisiert FC Bayern München nach dem Abgang von Oliver Kahn

Im Büro der Abendzeitung sitzt der 60‑jährige Axel Kahn über einem Blatt Papier, während draußen das Licht der Münchner Sonne über die Säbener Straße gleitet. Er schreibt über den unschönen Aus von Oliver Kahn beim FC Bayern München und fragt, ob ein Comeback im Fußball‑Business denkbar sei.

Nach der Trennung im Mai 2023 verstrich längere Zeit, ehe sich die Wogen rund um den Rauswurf des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden an der Säbener Straße glätteten. Kahns Amtszeit in der Führungsetage des FC Bayern begann Anfang 2020, und im Sommer 2021 übernahm er das Amt des Vorstandsvorsitzenden. Nach einer von Unruhen geprägten Saison 2022/23 löste der Aufsichtsrat am letzten Spieltag unmittelbar vor dem Gewinn der deutschen Meisterschaft die Trennung von Oliver Kahn und dem damaligen Sportvorstand Hasan Salihamidzic aus.

Axel Kahn bewertet die Trennung

Axel Kahn schätzt die Situation im Rückblick gelassen ein. „Oliver ist fein damit, da ist nichts hängengeblieben. Das Kahn‑Gen macht das schon“, sagte der 60‑jährige und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Aufstehen und weitermachen gehört zu unseren stärksten Disziplinen.“ Er betont, dass das Leben nicht nur aus Ups, sondern auch aus Downs bestehe.

Ein erneutes Engagement des Titans im Profifußball schließe Axel Kahn keineswegs aus. „Mein Rat an Oliver wäre, sich einen schönen Lebensabend zu machen. Aber nein: Er ist erst 57. Wenn ein Jobangebot kommt, das auf ihn zugeschnitten ist und das er aus seiner Sicht erfolgreich gestalten kann, würde er sich das bestimmt anhören“, erklärte er.

Zukunft und Kritik am Fußball‑Business

Dennoch warnt er den 2001‑Gewinner der Champions League vor den aktuellen Strukturen. „Es dreht sich alles nur noch um den schnellen Erfolg und sehr viel Geld. Surreale Zahlen auf Kosten der Spieler und Menschen. Und je älter du wirst, desto extremer ist die psychische Belastung“, sagte Axel.

Axel Kahn sieht die internen Grabenkämpfe bei Bayern als altbekannt an. „Beim FC Bayern gab es schon immer diese Grabenkämpfe, das sieht man auch jetzt immer wieder bei Max Eberl. Er muss sich gefühlt für alles rechtfertigen und seinen Platz behaupten“, sagte er. Abschließend betonte er, dass letztlich Uli Hoeneß immer das letzte Wort habe, denn beim erfolgreichsten Verein der Welt sei Führung die Königsdisziplin.

Der offene Blick des ehemaligen Profis wirft ein Licht auf die Machtverhältnisse und die psychischen Anforderungen im deutschen Spitzenfußball. Ob Oliver Kahn künftig ein Angebot annimmt, bleibt abzuwarten, doch die Kritik an den Strukturen in München dürfte weiter nachhallen.

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