Bundesliga
Ried beendet Auswärtssorgen mit Sieg in Tirol nach hartem Kampf
Die SV Ried hat am Samstag in Innsbruck ihren ersten Auswärtssieg dieser Admiral‑Bundesliga‑Saison gefeiert. Mit einem 2:1 gegen die WSG Tirol sicherten die Innviertler drei Punkte. Nach einer frühen Führung von Nikolai Baden Frederiksen (8.) glichen Stefan Schwab per Elfmeter (15.) und Philipp Pomer (43.) aus.
Frühe Führung und schneller Ausgleich
Der Däne Frederiksen nutzte bereits in der achten Minute einen präzisen Freistoß aus rund 25 Metern, um die Tiroler in Führung zu bringen. Zwei Minuten nach Anpfiff hielt SVR‑Torhüter Andreas Leitner einen Schuss aus spitzem Winkel, doch Rieds Kapitän parierte den Ball mit dem Fuß. Leitners Handversuch blieb erfolglos.
Kurz darauf foult David Gugganig in der eigenen Hälfte den WSG‑Stürmer Evan Eghosa Aisowieren, was zum Elfmeter führte. Schiedsrichter Julian Weinberger zeigte sofort, und Stefan Schwab verwandelte den Strafstoß souverän in der 15. Minute. Damit stellte Ried den Ausgleich her.
Entscheidende Momente und VAR‑Entscheidung
Kurz vor der Halbzeitpause nutzte Philipp Pomer ein Glücksball‑Lupfer, um die Gäste erneut in Führung zu bringen. Torwart Andreas Leitner reagierte erneut, indem er in der 39. Minute Schüsse von Michael Olakigbe und Frederiksen abwehrte. Die Partie blieb danach ausgeglichen.
Ein zweites Tor von Aisowieren wurde nach Wiederanpfiff durch den VAR wegen Abseits in der 50. Minute annulliert. Fabian Rossdorfer versuchte aus der Distanz, doch WSG‑Torhüter Salko Hamzic parierte den Schuss in der 65. Minute. Die Tiroler drängten weiter, verfehlten jedoch Chancen von Murat Satin (81.) und Matthäus Taferner (82.).
Ein Kopfball von Hinterseer in der 93. Minute blieb ebenfalls ohne Ergebnis. WSG bleibt mit acht Punkten seit drei Spielen ohne Sieg. Ried kletterte mit 11 Punkten in die Top‑Fünf der Tabelle.
Trainerstimmen und Ausblick
WSG‑Coach Philipp Semlic kritisierte die eigene Defensivleistung: „Wir haben unsere beiden Gegentore viel zu einfach hergegeben und damit eine unnötige Niederlage einstecken müssen.“ Ried‑Coach Mario Despotovic lobte das offene Spiel und die späte Wende nach dem Elfmeter: „Das Ergebnis gibt uns Mut und Freude.“
Im nächsten Spiel empfängt Ried die Austria Wien zu Hause, während die WSG Tirol auswärts nach Wolfsberg reist. Das Spiel wurde im Tivoli Stadion Tirol vor 1.350 Zuschauern ausgetragen, Schiedsrichter Julian Weinberger leitete die Begegnung. Der Bildbericht von Daniel Schoenherr dokumentierte die Stimmung im Stadion.