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Rettig fordert Lizenzentzug für Manchester City – 50+1‑Regel im Fokus

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Rettig fordert Lizenzentzug für Manchester City – 50+1‑Regel im Fokus

Im Konferenzraum des Deutschen Fußball‑Bundes in Frankfurt spricht Andreas Rettig, der zum Jahresende sein Amt verlässt, eindringlich über den jüngsten Betrugsskandal um Manchester City, den englischen Fußball‑Meister, und fordert eine Strafe, die über einen reinen Punktabzug hinausgeht. Er warnt, dass ein bloßer Punktabzug das Ausmaß des Vergehens nicht widerspiegele.

Rettig fordert im Fall des Betrugsskandals das höchstmögliche Strafmaß: Lizenzentzug und Aberkennung aller Titel. "Ganz ehrlich: Schlimmer geht's nimmer. Das ist für mich kein Super‑GAU, sondern der Super‑GAB – der größte anzunehmende Betrugsfall", sagte er im ‑Interview.

Der Skandal umfasst 115 mögliche Verstöße von 2009 bis 2018, darunter falsche Finanzangaben und künstlich aufgeblähte Sponsoringeinnahmen. In 114 Fällen sei Manchester City laut Superstar Erling Haaland schuldig befunden worden.

Ein hoher Punktabzug, der den Abstieg in die Championship bedeuten würde, gilt als wahrscheinlichste Sanktion. Der Club hat bereits Einspruch eingelegt.

Bedeutung der 50+1‑Regel

Rettig betont, warum die 50+1‑Regel in Deutschland unverzichtbar sei. "ManCity hat den Geist, nur das Geld auszugeben, was durch zurechenbare Einnahmen generiert wurde, mit Füßen getreten", erklärte er.

Die Regel verhindere, dass externe Investoren alleinige Entscheidungsgewalt übernehmen. In England hingegen seien Vereine wie klassische Unternehmen, zu 100 % von privaten Eigentümern wie Milliardären, US‑Finanzinvestoren oder ausländischen Staatsfonds kontrolliert – Manchester City sei ein typisches Beispiel.

Rettig hält einen reinen Punktabzug für zu milde und fordert, dass die UEFA "die Krallen ausfährt", um das Strafmaß zu maximieren. Damit unterstreiche er die Notwendigkeit, solche Verstöße mit maximaler Härte zu ahnden, kurz bevor er sein Amt beim DFB verlässt.

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