Nations League
Rangnick beweist mit neuem Team gegen Kosovo, dass Energie zählt
Die Sorge, dass Österreichs Nationalteam ohne seine Stars im Nations‑League‑Duell gegen Kosovo scheitern könnte, wurde am Sonntag im fast vollen Ernst‑Happel‑Stadion widerlegt: Das von Ralf Rangnick geführte „Team neu“ überzeugte mit einer bemerkenswerten Energie am Platz und setzte sich mit 3:1 durch.
Vor dem Spiel herrschte Unruhe, weil mehrere Stammspieler fehlten. Im Nations‑League‑Kontext war die Sorge, dass das ÖFB‑Team ohne David Alaba, Marcel Sabitzer und Christoph Baumgartner nicht mithalten könne, nicht unbegründet. Trainer Ralf Rangnick betonte, dass die Auswahl vor einer großen Prüfung stehe. Foto: Armin Rauthner.
Erfolgreicher Auftritt gegen Kosovo
Am Sonntag erzielte David Affengruber das erste Tor nach einem Standardsituation, das dem neuen Kader sofort Sicherheit gab. Kosovo hatte durch Vedad Muriqi frühzeitig die Chance, die Führung zu übernehmen, verpasste jedoch den Anschlusstreffer. Das zweite Tor folgte nach einem schnellen Konter, das den Vorsprung ausbaute. Das Endergebnis von 3:1 spiegelte die Überlegenheit des „Team neu“ auf dem Platz wider.
Zwei junge Spieler starteten sofort: Der 19‑jährige Torhüter Christian Zawieschitzky und Rechtsverteidiger Nikolas Veratschnig. Auch David Affengruber stand erstmals in einer ÖFB‑Startelf, während Junior Adamu seine seltene Chance als Stürmer nutzte. Zudem debütierte der 18‑jährige Vasilije Markovic im Mittelfeld. Die jungen Spieler zeigten in der Defensive und im Angriff ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft.
Fehlende Stars, keine Lücken
Trotz des Fehlens von Alaba, Sabitzer und Baumgartner zeigte das Team keine Schwäche. Die Mannschaft nutzte die Gelegenheit, um neue Kombinationen zu erproben. Konrad Laimer soll am Montag zum Kader stoßen und damit die Auswahl weiter verstärken.
Taktik und Aggressivität
Der Trainer beschrieb das Spiel als sehr aggressiv gegen den Ball und hob die schnellen Umschaltsituationen hervor, die zu klaren Torschüssen führten. Die Spieler zeigten zudem ein gutes Ballgefühl, das zu den klaren Abschlüssen beitrug. Das zweite und dritte Tor entstanden aus Kontern, wobei Paul Wanner besonders gut vorbereitet war. Xaver Schlager wurde von Rangnick als das Profil genannt, das das Team künftig prägen soll.
Am kommenden Donnerstag um 20:45 Uhr wird Rangnick in Irland live auf ORF 1 das nächste Spiel präsentieren und die Energie weiter trainieren. Die positive Resonanz im fast vollen Ernst‑Happel‑Stadion bestätigte, dass das neue Konzept funktioniert. Der Kontrast zwischen den anfänglichen Befürchtungen und dem souveränen Sieg verdeutlicht, dass das neue Team auch ohne Stars konkurrenzfähig ist.