Özil fordert FIFA zum Ende der russischen Sperre nach Israel-Vergleich
Der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil nutzte bei einer Veranstaltung ein Veteranenspiel zwischen Istanbul Basaksehir und Zenit St. Petersburg, nach dem 3:2-Erfolg für den türkischen Klub, um ein klares Statement an den Fußballweltverband FIFA zu richten und die Rückkehr Russlands zu fordern.
Politisches Statement auf der Bühne
Auf der Bühne des Spiels kritisierte Özil die Doppelmoral, die seiner Ansicht nach zwischen Israel und Russland besteht. Er erinnerte daran, dass es kein Embargo gegen israelische Teams gebe, jedoch gegen russische.
„Der Fußball hat immer für Frieden gesorgt. Solange wir die Herkunft und den Glauben nicht beachtet haben, hat der Fußball die Menschen immer zusammengebracht. Wie Sie wissen, gab es kein Embargo gegen Teams aus Israel, aber gegen russische“, erklärte Özil.
Nach dem völkerrechtswidrigen russischen Angriff auf die Ukraine haben FIFA und UEFA Sanktionen gegen russische Mannschaften verhängt und sie von Wettbewerben ausgeschlossen. Özil forderte nun, dass diese Maßnahmen aufgehoben werden.
Die politischen Verbindungen beider Klubs seien brisant: Zenit St. Petersburg genieße die Unterstützung des Kremlchefs Wladimir Putin, während Präsident Recep Tayyip Erdogan als Anhänger von Basaksehir gilt und sogar enge Beziehungen zur Familie Özils pflegt, die den türkischen Präsidenten „Opa“ nennen dürfen.
Im vergangenen Jahr wurde der 38‑jährige Özil von den Parteimitgliedern in den Vorstand der AKP gewählt, der streng konservativ‑islamisch ausgerichteten Partei Erdogans, was seine wiederholten politischen Ambitionen unterstreicht.