Özil fordert Aufhebung der Fußball‑Sanktionen gegen Russland
Auftritt Mesut Özil beim Veteranenspiel zwischen Başakşehir FK aus Istanbul und Zenit St. Petersburg (3:2) wurde von einer politischen Botschaft überschattet: Der 38‑jährige ehemalige deutsche Nationalspieler forderte die Aufhebung der Fußball‑Sanktionen gegen Russland. Er äußerte sich am Mittwoch am Rande des Spiels und bezog Israel in seine Argumentation ein.
Özils Appell an die FIFA
„Fußball hat immer schon Frieden gebracht. Solange wir dort nicht auf Rasse oder Religion achten, hat die Sportwelt die Menschen stets zusammengehalten“, sagte Özil und betonte, dass die FIFA keine Sanktionen gegen israelische Mannschaften verhängt habe, jedoch gegen russische bereits. In einem zweiten Satz appellierte er: „Hier möchte ich an, ja wie sagt man, die FIFA appellieren. Hoffentlich hören sie auf, mit zweierlei Maß zu messen und behandeln alle gleich.“
Der ehemalige Profi von Schalke 04, Werder Bremen, Real Madrid und dem FC Arsenal dankte abschließend der Organisation für ihre Aufmerksamkeit und forderte einheitliche Regeln für alle Nationen.
Özil fordert FIFA zum Ende der russischen Sperre nach Israel-Vergleich
Politische Vorgeschichte des Spielers
Özil hat bereits mehrfach mit politischen Statements für Aufsehen gesorgt. Vor zwei Jahren postete er auf Instagram eine Karte Israels, auf der der Ländername durchgestrichen war und darunter das Wort „Palestine“ stand.
Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im März 2022 hatten FIFA und die Europäische Fußball‑Union UEFA beschlossen, sämtliche russische Mannschaften von internationalen Wettbewerben auszuschließen. Diese Entscheidung bildet den Hintergrund für Özils aktuelle Forderung.
Am 7. Oktober 2023 löste ein Angriff der Hamas auf Israel den Gaza‑Krieg aus; Israel reagierte mit einer massiven Militäroperation, die ebenfalls international kritisiert wurde. Diese Ereignisse wurden von Özil im Zusammenhang mit seiner Bitte um einheitliche sportliche Behandlung erwähnt.