Bundesliga
Mit Hand und Fuß formt Hütter Eintracht Frankfurt neu
In der noch jungen Saison 2026/27 ist Eintracht Frankfurt ein wahres Überraschungspaket: nach einem Pokal‑Schützenfest folgten zwei enttäuschende Bundesliga‑Spiele, bevor ein erlösender 3:1‑Erfolg in Mainz die Stimmung hob. Gleichzeitig bleibt Adi Hütter, der neue Coach, unsicher, wohin die Reise der SGE führt.
Die Saison wird von vielen als Wundertüte bezeichnet, weil sie unvorhersehbare Wendungen bietet. Der frühe Pokal‑Erfolg ließ Hoffnungen aufkommen, doch die darauffolgenden Niederlagen in der Liga zeigten die Herausforderungen deutlich.
Mammut‑Aufgabe und unklare Zielrichtung
Von Anfang an war klar, dass Hütter vor einer Mammut‑Aufgabe steht. Trotz seiner Erfahrung gibt er zu, dass er selbst noch nicht genau weiß, welchen Kurs die Eintracht einschlagen wird.
Kaderreduktion und klare Entscheidungen
Im Sommer haben Hütter und Sportdirektor Markus Krösche die Kadergröße deutlich reduziert, um die Zahl unzufriedener Spieler zu senken. Hütter erklärte früh: "Ich habe keine Lust, mit so vielen Spielern zu trainieren".
Prominente Namen wie Arthur Theate, Elye Wahi, Hugo Larsson und Jean‑Mattéo Bahoya verließen den Verein, ein Schritt, den Hütter nicht scheute.
Vertrauen in die verbleibenden Profis
Gleichzeitig stärkte Hütter das Selbstvertrauen von Can Uzun und Ritsu Doan, die dem Club treu blieben. Laut -Bericht verhinderte er mit Nachdruck den Verkauf von Doan.
Für die kommenden Verpflichtungen drängte Hütter auf einen Deal für Atubolu, nachdem das Vertrauen in Kaua Santos verloren ging, und forderte Lilian Brassier für die Innenverteidigung.
Krösche nahm in anderen Positionen Kürzungen vor, erfüllte jedoch Hütters dringlichste Wünsche, selbst wenn die Meinungen gelegentlich auseinander gingen.
Taktische Umstellung und junge Talente
Ein umstrittener Schritt war das Banksetzen von Younes Ebnoutalib, um von einer Vierer‑ auf eine Dreierkette umzustellen – ein Wechsel, der in Mainz glänzte.
Nach dem Augsburg‑Spiel schützte Hütter öffentlich die jungen Außenverteidiger Elias Baum und Keita Kosugi, während er erfahrene Stars einsetzte, die Kritik souverän verkraften können.